Lungenexperte erklärt

„Gefahr der E-Zigaretten ist zu wenig untersucht“

Für Bernd Lamprecht, Vorstand der Klinik für Lungenheilkunde im Kepler Uni-Klinikum, sind E-Zigaretten nicht gefahren– und bedenkenlos zu konsumieren. „In den USA gibt es bereits über 500 Krankheiten, welche nachweislich von E-Zigaretten ausgelöst wurden. Es gibt außerdem schon acht Todesfälle.“

„Krone“: Was halten Sie von dem Trend der E-Zigaretten?
Bernd Lamprecht: Mehrere Lungenfachärzte, darunter auch ich, warnen bereits seit zwei bis drei Jahren vor den E-Zigaretten. Sie sind im Vergleich zu den normalen Zigaretten ein kleineres Übel, harmlos sind sie aber nicht.

„Krone“: Was sind die Gefahren?
Lamprecht: Die Aromastoffe und der Dampf haben direkte Auswirkungen auf die Atemwege. Dadurch, dass die Selbstreinigungsfunktion der Atemwege massiv beeinträchtigt wird, ist man viel anfälliger für Infektionen. Asthmatiker zum Beispiel können mit Asthmaanfällen auf E-Zigaretten reagieren. Noch schlimmer, einige Inhaltsstoffe wurden noch viel zu wenig untersucht. Pulegon, ein Minzgeschmack, ist möglicherweise sogar krebsfördernd.

„Krone“: Wie verhält es sich beim beliebten Shisha-Rauchen?
Lamprecht: Die Rauchmenge, die bei einer Wasserpfeife inhaliert wird, ist viel mehr als bei einer normalen Zigarette. Der kühlere Rauch wird außerdem viel tiefer inhaliert. Ich würde sagen, die Shisha ist nicht gesünder als Zigaretten, eher tendenziell noch gefährlicher.

Philipp Zimmermann, Kronen Zeitung

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