22.09.2019 11:54 |

Egal, wie Wahl ausgeht

Rendi-Wagner: „Bleibe auf jeden Fall Parteichefin“

Umfrageergebnisse spiegeln nicht immer das endgültige Wahlergebnis wider. An diese Hoffnung klammert sich SPÖ-Chefin Pamela Rendi-Wagner und kämpft um ihre Wähler, obwohl sie sich sicher ist: Die Fortsetzung der Ibiza-Koalition „liegt schon paktiert auf dem Tisch“. Aber auch wenn ihr es nicht gelingen sollte, die Neuauflage von Türkis-Blau zu verhindern, will die Spitzenkandidatin der Sozialdemokraten nicht die Segel streichen. In der ORF-„Pressestunde“ kündigt Rendi-Wagner an: „Ich bleibe auf jeden Fall Parteichefin!“

Für eine Führungsdiskussion sieht sie derzeit keinen Grund, wie Rendi-Wagner betont. Fragen zu möglichen Koalitionen, um Türkis-Blau zu verhindern, lässt Rendi-Wagner auch nicht zu. Es wäre „respektlos“ gegenüber den Wählern, wenn man das Ergebnis und die Koalitionsgespräche ihnen vorwegnähme: „Wir werden sehen, wer die Gespräche führen wird.“

„Habe ein professionelles Verhältnis mit Kurz“
Wie ein solches mit ÖVP-Chef Sebastian Kurz ablaufen könnte bzw. wie das Verhältnis zwischen den beiden Parteichefs ist - nach all den emotionalen Begegnungen in den letzten TV-Duellen? Rendi-Wagner betont zum wiederholten Mal, dass sie mit dem ÖVP-Frontmann „ein professionelles“ Verhältnis habe. Allerdings seien vertrauliche Vieraugengespräche, deren Inhalt wenig später in einigen Medien zu lesen gewesen sei, und auch die politische Positionierung Gründe dafür, dass es um Rendi-Wagners Vertrauen in Kurz nicht so gut bestellt zu sein scheint.

In der „Pressestunde“ liefert die SPÖ-Spitzenkandidatin auch ein aktuelles Beispiel, warum sie Kurz immer wieder misstraut. Bis zuletzt habe dieser bei den Maklergebühren mit der SPÖ zusammenarbeiten wollen. Doch als es vor wenigen Tagen zur Abstimmung im Nationalrat kam, habe Kurz „einen Rückzieher“ gemacht.

SPÖ-FPÖ: Gemeinsam abstimmen, aber nicht gemeinsam regieren
Welche Koalitionsbedingungen die SPÖ hat? Rendi-Wagner führt als Antwort auf diese Frage aus, welche wichtigen Elemente ihr Wahlprogramm für eine „Politikwende“ in Österreich hat. Sie wolle keinen Punkt gegen einen anderen tauschen wollen. Aber DIE Koalitionsbedingung gebe es nicht. Und trotz der guten Zusammenarbeit mit der FPÖ im freien Spiel der Kräfte, welches Parlaments-Tradition ist kurz vor einer Wahl, ist eine Regierungsarbeit mit den Freiheitlichen weiterhin ein No-Go.

Gabor Agardi
Gabor Agardi
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