07.09.2019 12:26 |

Magazin widerspricht

„profil“: Lebenslauf der Kurz-Biografin frisiert

Die Autorin des am 11. September erscheinenden und vom ÖVP-Chef persönlich autorisierten Buches „Sebastian Kurz: Die offizielle Biografie“ scheint ihren eigenen Lebenslauf etwas frisiert zu haben. Das schreibt zumindest das „profil“ in seiner nächsten Ausgabe. Demnach behauptet Judith Grohmann, für das Nachrichtenmagazin sogar als Chefin vom Dienst tätig gewesen zu sein. Beim „profil“ weiß man davon allerdings nichts ...

In Grohmanns Lebenslauf ist zu lesen, sie sei „die jüngste Investigativ-Journalistin und Schlussredakteurin Österreichs“ gewesen. Im Alter von 17 Jahren ging sie demnach „zum Herausgeber des bekanntesten österreichischen Enthüllungs- und Nachrichtenmagazins ,profil‘ und bot ihm an, für ihn als Investigativ-Journalistin zu arbeiten. Zwei Monate später bot ihr der selbe (sic!) Herausgeber an, neben ihrer Tätigkeit als Journalistin auch als Chefin vom Dienst zu arbeiten.“

Lingens kann sich nicht an Grohmann erinnern
Dazu hält das Nachrichtenmagazin fest: „Judith Grohmann dürfte 1985 zwar vorübergehend bei ,profil‘ tätig gewesen sein, mit Sicherheit aber nicht als Redakteurin, geschweige denn als Chefin vom Dienst. Ihr Name scheint in keinem Impressum auf.“ Der genannte Herausgeber - Peter Michael Lingens - könne sich nach eigenem Bekunden nicht an den Namen Grohmann erinnern.

Der Bitte der Chefredaktion um eine erklärende Stellungnahme sei Judith Grohmann bisher nicht nachgekommen.

Kritik, Spott und Häme
Grohmanns Kurz-Biografie sorgt noch vor ihrem Erscheinen für viel Kritik und Häme. Der Stil sei schwülstig, Sebastian Kurz, der sich zuletzt ein Scharmützel mit der Wiener SPÖ geliefert hatte und sich dieses Wochenende auf Wahlkampftour durch Österreich befindet, werde „gebauchpinselt“ und generell sei das Werk eher eine Liebeserklärung an Kurz als eine seriöse Biografie. Auch inhaltliche Ungenauigkeiten werden bemängelt, und sogar in deutschen Medien wurde über diverse Formulierungen gespottet.

„Keine Auftragsarbeit“
Innerhalb der Volkspartei scheint man keineswegs glücklich mit dem Stil der Biografie zu sein. Gegenüber krone.at wurde betont, dass es sich um keine Auftragsarbeit gehandelt habe.

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