19.08.2019 06:01 |

Lärm, Müll und Co.

Delogierungen: 123 Bewohner flogen aus Gemeindebau

Eine Mieterin verwandelte ihren Balkon in ein verschmutztes Taubennest, eine andere vermietete die Bleibe heimlich weiter - gleich zwei Delogierungen im Wiener Gemeindebau machten jüngst Schlagzeilen. Und sie sind nicht die einzigen. Seit 2017 flogen 123 Bewohner aus den Wohnungen der Stadt.

Mehr als 500.000 Wiener leben aktuell im Gemeindebau - die meisten wollen das friedlich tun, kümmern sich um ihre Nachbarn, lärmen nicht, sind freundlich. Aber jeder, der in einem Haus der Stadt Wien wohnt, weiß: Leider sind nicht alle so. Und in den schlimmen Fällen muss Wiener Wohnen hart durchgreifen. Und das sieht dann so aus:

  • „Delogierungen wegen unleidlichen Verhaltens bzw. Nichtgebrauchs/Untervermietung einer Gemeindewohnung“: Im Jahr 2017 betraf das 45 Haushalte. Die Bewohner flogen aus den geförderten Wohnungen.
  • 2018 hat sich die Situation verschärft. Aus den oben genannten Gründen wurden gleich 63 Delogierungen durchgeführt.
  • Heuer sieht die Bilanz so aus: Im ersten Halbjahr 2019 wurden 15 Mieter nach einer gerichtlichen Aufkündigung ihrer Wohnung delogiert. Hier sind übrigens jene Fälle ausgenommen, die einen Mietzinsrückstand haben bzw. Verlassenschaften betreffen.

Zahlreiche Fälle liegen bei Gericht
Heuer liegen zudem mehrere Fälle noch vor Gericht. Das reicht von Nichtbenützungen und/oder Untervermietung (23 Fälle) über unleidliches Verhalten (19 Fälle) bis zur widmungsfremden Verwendung einer Wohnung als Lokal (ein Fall).

Und auch diese Causa ist hier inkludiert: der Terrorist aus dem Gemeindebau. Wie berichtet, wollte ein IS-Sympathisant aus einem Bau in Simmering mit seinen Drahtseil-Fallen Züge entgleisen lassen. Bei jenen Fällen, die noch vom Gericht behandelt werden, muss Wiener Wohnen abwarten: Wird die Stadt die Mieter los oder nicht?

Michael Pommer, Kronen Zeitung

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