31.07.2019 20:19 |

Magenmittel mit Folgen

Säureblocker erhöhen das Allergie-Risiko deutlich

Die bei Sodbrennen und Magenbeschwerden millionenfach verschrieben Säureblocker können Allergien verstärken oder sogar auslösen. Das ist das Ergebnis einer Studie von Forschern der Medizinischen Universität (MedUni) Wien, die dafür die Datensätze beinahe aller österreichischen Versicherten analysiert hat. Sie plädieren angesichts der Erkenntnisse für einen sensiblen Umgang im Einsatz der Magenschutz-Medikamente.

Bereits frühere Untersuchungen hätten darauf hingedeutet, dass es einen Zusammenhang zwischen der Einnahme solcher Mittel und Allergien gibt, heißt es. Für die nunmehrige Studie, konnten die Forscher auf Verschreibungsdaten von 97 Prozent der Österreicher zwischen den Jahren 2009 und 2013 zurückgreifen. Dabei zeigte sich, dass sich das Risiko, dass Reaktionen auf potenzielle Allergieauslöser auftreten, sich verdoppelt bis verdreifacht, wenn Personen zuvor Rezepte für Magenschoner ausgestellt wurden.

Der Grund liege darin, dass größere Proteine (Eiweiße), die als Allergene fungieren können, das durch die Medikamente weniger saure Milieu im Magen leichter unbeschadet passieren können. Die Magensäure und die darin enthaltenen säureabhängigen Enzyme bilden eigentlich eine Barriere gegen Bakterien und Krankheitserreger, indem sie diese zerlegen. Dieser Prozess wird durch die Mittel gestört und auch Allergene können leichter bis in den Darm vordringen.

Nicht länger als nötig einnehmen
„Die sogenannten ,Magenschoner‘ sollte man nicht länger als nötig einsetzen. Sie verhindern die Proteinverdauung, verändern das Mikrobiom im Magen-Darm-Trakt und erhöhen das Risiko für allergische Reaktionen. Sobald sie ihre medizinisch verordnete Aufgabe erfüllt haben, sollte man sie rasch wieder absetzen“, so der Rat der Wissenschaftler.

Magensäureblocker dienen zur Reduktion von Säure, was die Belastung durch Sodbrennen verringert und das Abheilen einer geschädigten Magenschleimhaut unterstützt. Breit eingesetzt werden die Mittel als Magenschutz, etwa wenn im Rahmen einer Therapie andere Medikamente eingenommen werden, wenn es gilt ein Magengeschwür zu verhindern oder etwa Völlegefühl abzumildern.

Im Jahr 2013 wurde alleine in Österreich 1,540.505 Menschen auf Krankenkassenkosten zumindest eine Packung mit sogenannten Protonenpumpenhemmern (PPI) verschrieben.

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