29.07.2019 07:17 |

Autobombe gezündet

24 Tote bei Anschlag auf Wahlkampfbüro in Kabul

Der Start des Präsidentenwahlkampfes in Afghanistan ist von einem schweren Anschlag in der Hauptstadt Kabul überschattet worden. Bei einem Angriff auf das Büro des Vizepräsidentenkandidaten Amrullah Saleh sind mindestens 24 Menschen getötet worden. Zudem gab es mindestens 50 Verletzte, teilte das Innenministerium am Montag mit. Unter den Getöteten seien vier Polizisten und vier Angreifer.

Ein Selbstmordattentäter hatte am Sonntag, dem ersten Tag des Präsidentschaftswahlkampfes in Afghanistan, erst eine Autobombe in der Nähe des Büros der Partei „Green Trend“ von Saleh gezündet. Daraufhin waren drei Angreifer in das fünfstöckige Gebäude eingedrungen. Erst nach mehr als sechs Stunden erklärten die Sicherheitskräfte den Angriff für beendet. Bisher hat sich niemand zu dem Anschlag bekannt.

Ghani: „Saleh hat Angriff überstanden“
Rund 150 Menschen seien aus dem Gebäude gerettet worden, darunter Saleh, hieß es in der Erklärung weiter. Bilder zeigten den Politiker mit leichten Blutspuren am Oberarm. Saleh ist der Kandidat von Präsident Ashraf Ghani für das Amt des Vizepräsidenten. Die Wahl soll am 28. September stattfinden. Ghani schrieb auf Twitter, sein „Bruder“ Saleh habe einen Angriff von Staatsfeinden überstanden. „Wir sind erleichtert und danken dem Allmächtigen, dass der Angriff fehlgeschlagen ist.“

Schon 15. Anschlag in Kabul in diesem Jahr
Es war der 15. größere Anschlag in Kabul in diesem Jahr. Dabei sind fast 100 Menschen getötet und fast 600 Menschen verletzt worden. Die Anschläge reklamierten teils die radikalislamischen Taliban für sich, teils die Extremisten der Terrormiliz Islamischer Staat.

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