23.07.2019 07:54 |

Wieder Stromausfall

Blackout in Venezuela: Regierung vermutet Angriff

Wieder einmal ist in Venezuela das Licht ausgegangen - in allen Bundesstaaten gab es einen massiven Stromausfall. Der Informationsminister Jorge Rodriguez hat dafür eine Erklärung: Ein elektromagnetischer Angriff auf das Wasserkraftsystem soll dafür verantwortlich sein.

Die Nichtregierungsorganisation Netblocks twitterte, dass das Telekommunikationsnetz zu 94 Prozent ausgefallen. Der Zugverkehr musste eingestellt werden, so die staatliche Eisenbahngesellschaft. Auch die U-Bahn in der Hauptstadt Caracas fuhr nicht mehr.

Der selbst ernannte Interimspräsident Juan Guaido will nicht an einen Angriff auf das größte Wasserkraftwerk am Guri-Stausee glauben - er ist überzeugt, dass Versäumnisse der Regierung für die maroden Verhältnisse in der Infrastruktur verantwortlich sind.

„Sie haben die Tragödie mit Rationierung im ganzen Land zu verheimlichen versucht, aber das Versagen ist offensichtlich: Sie haben das Stromnetz zerstört und haben keine Antworten“, teilte Guaido am Montag über Twitter mit.

Es ist nicht der erste große Stromausfall in diesem Jahr in dem krisengebeutelten südamerikanischen Land. Anfang März gab es einen fast einwöchigen Stromausfall. Staatschef Nicolas Maduro ortete einen von den USA und der Opposition geplanten Cyberangriff hinter den Problemen. „Mit der Störung der Energieversorgung wollten sie einen echten Völkermord herbeiführen“, ließ der Informationsminister Rodríguez damals wissen.

Miriam Krammer
Miriam Krammer
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