22.07.2019 09:26 |

Durch Wildnis

Treue Hündin läuft 175 km zu lieblosen Besitzern

Dass Hunde unglaublich treue Lebewesen sind, selbst wenn es ihre menschlichen Begleiter nicht einmal verdient haben, beweist jetzt eine berührende Geschichte aus Russland: Bullmastiff-Hündin „Maru“ lief ganze 175 Kilometer durch die sibirsche Wildnis zurück zu ihren Besitzern - und das, obwohl diese sie eigentlich gar nicht mehr wollten …

Nur sechs Monate lebte „Maru“ bei ihrer Familie in Krasnoyarsk in Sibirien. Dann beschloss die Besitzerin, den Hund der Züchterin zurückgeben zu wollen, weil sie eine Allergie gegen das Tier entwickelt habe. „Maru“ kam jedoch aus einer Zucht in Novosibirsk - und das liegt rund 800 Kilometer von Krasnoyarsk entfernt.

„Hund hatte eine Panikattacke“
Die Noch-Hundebesitzer entschieden daher zusammen mit der Züchterin Alla Morozova den Hund per Zug nach Novosibirsk zu schicken. Ein Zugbegleiter sollte während der knapp zwölfstündigen Fahrt auf „Maru“ achten. Doch das ging gehörig schief: Nach etwa drei Stunden Fahrt stoppte der Zug an einem kleinen Bahnhof in Achinsk. „Maru“ dürfte in diesem Moment alles zu viel geworden sein - die fremde Umgebung, ungewohnte Geräusche und natürlich die Tatsache, dass sie ihre liebgewonnenen Besitzer einfach verlassen hatten … „Der Hund hatte eine Panikattacke, sie hatte Angst“, vermutet Morozova.

So soll „Maru“ laut einem Bericht der „Siberian Times“ am 13. Juli plötzlich gegen die Tür ihres Abteils gesprungen sein, wodurch sich die Tür öffnete. Die Hündin sprintete durch den Gang, rannte dabei beinahe einen Schaffner nieder. „Als sich die Zugtüre öffnete, sprang sie hinaus in die Nacht und verschwand im Wald“, berichtet die Züchterin. Der Zugbegleiter habe noch nach „Maru“ gerufen, doch sie kam nicht mehr zurück.

Vierbeiner nach zweieinhalb Tagen aufgetaucht
Während die ehemaligen Besitzer „Marus“ Verschwinden kaltließ, startete Morozova online eine Suchaktion und ließ Flugblätter verteilen. Zweieinhalb Tage später dann das Unfassbare: Die Bullmastiff-Hündin wurde in einem Industriegebiet in Krasnoyarsk gesichtet - „Maru“ war in ihre Heimatstadt zurückgelaufen - rund 175 Kilometer weit. „Zum Glück hat sie weder ein Bär gefressen noch haben sie Wölfe angefallen“, so die Züchterin.

„Maru“ hatte ihre verzweifelte Flucht zwar überlebt, dennoch war sie von den Tagen in der Wildnis schwer gezeichnet: Sie war völlig erschöpft und humpelte. „Marus“ ehemalige Besitzer ließen sich trotz des Treuebeweises des Hundes nicht erweichen, sie nahmen den Vierbeiner nicht zurück. Ein Happy End gibt es nun aber trotzdem: Eine Freundin der Züchterin brachte „Maru“ mit dem Auto nach Novosibirsk. Dort ist die tapfere Hündin nun wieder mit ihren Eltern vereint.

Charlotte Sequard-Base
Charlotte Sequard-Base
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