26.06.2019 11:00

Echter Trend

E-Sport lässt Umsätze rasant in die Höhe schießen

Professionelles Computerspielen gewinnt auch in Österreich ständig an Bedeutung und nähert sich den klassischen Sportarten an. Immer mehr Veranstaltungen in Österreich, erste Fernsehsendungen und wachsendes Interesse von Werbetreibenden zeigen, dass die Entwicklung gut voranschreitet, hieß es am Dienstag in Wien bei einer Pressekonferenz zum Trendthema E-Sport.

„Zocken ist kein reines Männerphänomen mehr. Die am stärksten wachsende Gruppe der Gaming-Fans sind Frauen,“ sagte Matthias Rohrer von der Trendagentur T-Factory. Er recherchierte in den vergangenen Wochen und Monaten intensiv zum Thema E-Sport. „In einigen Teilen der Welt gibt es heute mehr Zuschauer bei E-Sports- als bei klassischen Sportveranstaltungen,“ sagte er.

Kein neues Phänomen
Dabei ist elektronischer Sport kein neues Phänomen. Bereits 1972 gab es an der Universität Stanford in Kalifornien den ersten großen Wettbewerb mit Computerspielen. Anfang der 1980er-Jahre folgten erste Weltmeisterschaften und 1988 das erste Spiel mit einem integrierten Online-Modus.

Anfang der 2000er kamen die ersten internetfähigen Spielkonsolen auf den Markt und seit 2009 gibt es österreichische E-Sports-Meisterschaften.„Heutzutage existiert sogar schon eine Art Fan-Kultur. Man sieht also Entwicklungen wie im klassischen Sportbereich,“ so Rohrer.

Preisgelder und Umsätze schnellen in die Höhe
Neben dem wachsendenden Interesse von Zusehern gehen auch die Preisgelder in die Höhe. Der weltweite Gesamtumsatz von E-Sport stieg von rund 500 Millionen US-Dollar im Jahr 2015 auf mehr als 800 Millionen US-Dollar im Jahr 2018. In knapp drei Jahren soll sich dieser Betrag laut Rohrer schon wieder verdoppelt haben. „E-Sportler sind die Stars der jungen Zielgruppe, vergleichbar mit Profifußballern“, erklärte er.

Diese große Beliebtheit lockt auch die Werbeindustrie an. Neben der jugendkulturellen Bedeutung von Gaming sind laut Rohrer auch die vielfältigen Möglichkeiten für Werbung und Marketing ein Grund dafür. Große Unternehmen wie Banken, Massenmedien, Energie- oder Textilproduzenten unterstützen den E-Sport in Österreich aktuell, während real existierende Vereine auf dem Bildschirm gegeneinander antreten.

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