18.06.2019 15:39 |

„Habe dafür gekämpft“

„Schulschwänzerin“ Greta hat Bestnoten im Zeugnis

Sie ist die wohl bekannteste Schulschwänzerin der Welt: Klima-Aktivistin Greta Thunberg. Dass die 16-Jährige es aber trotz „Schulstreik für das Klima“-Demos und regelmäßiger Veranstaltungen rund um den Erdball nicht versäumt hat, für ein gutes Abschlusszeugnis zu sorgen, offenbaren nun ihre exzellenten Abschlussnoten. Nun will sich Greta ganz auf ihren Kampf gegen die Klimakrise konzentrieren.

Trotz Fehlstunden ein erstklassiges Abschlusszeugnis liefern? Thunberg hat es geschafft. Obwohl ihr immer wieder vorgeworfen wird, die Schule zu vernachlässigen, hat Greta ihr letztes Pflichtschuljahr an der Kringlaskolan in Södertälje bei Stockholm mit Bravour abgeschlossen. In 14 von 17 Fächern hat Greta die bestmögliche Bewertung - ein „A“ - erhalten, berichtet die schwedische Zeitung „Dagens Nyheter“. Besonders in Englisch, Französisch, Physik, Mathematik und Geschichte soll sich die 16-Jährige, die das Asperger-Syndrom (eine Form des Autismus) hat, hervorgetan haben. Nur in Sport, Verbraucherkunde und Schwedisch wurden ihre Leistungen mit einem „B“ bewertet.

„Habe dafür gekämpft“
Mit ihren guten Noten nimmt Greta Kritikern, die ihr immer wieder vorgeworfen hatten, die Schule zu vernachlässigen, den Wind aus den Segeln. Sie selbst hatte immer wieder betont, den verpassten Schulstoff in ihrer Freizeit nachzuholen. Das hat sie offenbar mit Erfolg getan: „Ich habe wirklich dafür gekämpft, diese Noten zu kriegen“, zitiert „Dagens Nyheter“ die Klima-Ikone.

Greta nimmt „Gap Year“
In Schweden gilt in den ersten neun Jahren Schulpflicht, normalerweise stünde für Thunberg im August der Wechsel auf eine weiterführende Bildungsinstutition an. Die jedoch muss warten, kündigte Thunberg doch am 31. Mai am Rande der Demonstration in Wien an, nach dem Abschluss zunächst ein Jahr die Schule auszusetzen.

Im September wolle sie am Klimagipfel der Vereinten Nationen in New York teilnehmen, im Dezember dann an der Weltklimakonferenz in Santiago de Chile. Da Thunberg aus Klimaschutzgründen nicht fliegt, arbeitet ihre Familie an Alternativen, wie sie nach Übersee kommen kann. Anreisen seien generell „zeitaufwendig“. Um ihre Schulzeit mache sich Greta jedenfalls keine Sorgen: Sie werde einfach ein Jahr später aufs Gymnasium wechseln.

„Wir werden nicht aufhören“
Erst Ende Mai hatte Greta in Wien mit Tausenden Menschen den Wien-Ableger der „Fridays for Future“-Bewegung besucht. „Gemeinsam verändern wir die Welt!“, rief die junge Klima-Ikone dem begeisterten Publikum zu. „Erwachsene und Entscheidungsträger hören noch immer nicht auf uns. Sie sagen uns, dass wir zurück in die Schule gehen sollen.“ Aber: „Unsere Zukunft wird uns genommen.“ Deshalb benötige es auch die Unterstützung der Erwachsenen. „Wir brauchen sie mehr als je zuvor“, appellierte die Klima-Aktivistin. Auch wenn in wenigen Wochen Ferien seien, werde die „Fridays for Future“-Bewegung fortgeführt: „Wir werden nicht aufhören.“

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