In Panik ausgerissen

Fiakerführer muss ‘geflüchteten’ Pferden nachjagen

Wien
05.04.2010 11:01
Eine wilde Verfolgungsjagd der anderen Art hat sich ein Fiakerführer am Abend des Ostersonntags mit seinem eigenen Pferdegespann geliefert – nachdem seine Pferde vom Fiaker-Standplatz nächst der Albertina durchgegangen waren, während er selbst kurz abgestiegen war, musste der Kutscher notgedrungen mit einem zweiten Gespann hinter seinem führerlosen Fiaker herjagen. Erst nach einigen brenzligen Momenten auf den zur abendlichen Stunde nicht mehr überfüllten Straßen konnten sowohl Fiaker als auch Pferde wieder unter Kontrolle gebracht werden.

Es war gegen 19.15 Uhr als der Fiakerführer Josef G. sein Gespann am Standplatz bei der Albertina kurz verließ, um für die Pferde Versorgung zu organisieren. Vermutlich durch den vorbeifahrenden Verkehr wurde ein Pferd jedoch derart aufgeschreckt, sodass es sich in Panik in Bewegung setzte und das Gespann schließlich "führerlos" in Richtung Walfischgasse galoppierte – dort streifte es auch gleich einen abgestellten Pkw.

"Flucht" endet am Schwarzenbergplatz
Zum Zeugen der "Flucht" seines Fiakers geworden, reagierte Josef G. blitzschnell und nahm mit einem anderen Gespann die Verfolgung seines Gespanns auf. Ob er seine Pferde selbst hätte stoppen können, wird für immer ungewiss bleiben, denn nach der Querung der Ringstraße kollidierte die Kutsche am Schwarzenbergplatz schließlich mit einem weiteren Pkw wodurch die Tiere schließlich ihre Flucht beendeten.

Bei den Unfällen entstand Sachschaden an den beteiligten Pkws, ein Pferd erlitt eine Wunde im Halsbereich und musste tierärztlich versorgt werden.

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