Mo, 17. Juni 2019
23.05.2019 11:30

Wer, wo, wie?

Die wichtigsten Fakten zur Europawahl in Tirol

Am Sonntag hat Österreich die Qual der Wahl, wenn die Karten für das EU-Parlament neu gemischt und 751 Abgeordnete gekürt werden. Der Urnengang findet vom 23. bis 26. Mai in den 28 EU-Ländern statt. Österreich stellt derzeit 18 Abgeordnete, nach dem Brexit, wenn er vollzogen ist, werden es 19 sein. In Tirol rittern fünf Kandidaten im Wahlkampf um (Vorzugs-)Stimmen. Mit Spannung wird erwartet, wie die FPÖ nach dem unfassbaren Ibiza-Skandal abschneidet.

Welche Parteien treten am Sonntag an?

Insgesamt stellen sich in Österreich sieben Parteien der Wahl: ÖVP, SPÖ, die Freiheitlichen, die Grünen, NEOS, KPÖ und EUROPA (Initiative Voggenhuber).

Welche Tiroler Spitzenkandidaten stehen zur Wahl und welche haben Chancen auf den Einzug ins EU-Parlament?


Als einzige realistische Chancen über Vorzugsstimmen den Einzug ins EU-Parlament zu schaffen, hat Barbara Thaler (37), Kandidatin der ÖVP (Listenplatz 8). Die Vizepräsidentin der Wirtschaftskammer Tirol ist seit gut einem Jahr Stellvertreterin von LH Platter in der Tiroler Volkspartei.

Auf Listenplatz 10 der SPÖ findet sich die Tirolerin Theresa Muigg (35). Die Unterländerin ist seit 2005 im AMS Tirol zuständig für den Bereich Jugendliche. Der Innsbrucker FPÖ-GR Maximilian Kurz ist mit 24 Jahren der jüngste der Tiroler Kandidaten. Dass er auf Listenplatz 8 keine Chance auf den Einzug ins EU-Parlament hat, ist angesichts der Ibiza-Affäre in seiner Partei derzeit das geringste Problem.

Ein „alter Hase“ im politischen Geschäft ist hingegen der Haller Rechtsanwalt Johannes Margreiter. Er tritt für die NEOS an. Der 61-Jährige steht auf dem Listenplatz 6.

Schwierig ist die Ausgangslage der Grünen, für die der gebürtige Haller Michael Mingler (27) im Rennen um Stimmen mitläuft. Der Landtagsabgeordnete ist auf Platz 12 gereiht. Für die Grünen geht es darum, nach dem Debakel bei der Nationalratswahl wieder an Boden zu gewinnen.

Wie viele Tiroler sind heuer wahlberechtigt?

Am Sonntag sind 543.530 Tiroler wahlberechtigt; 279.637 Frauen und 263.893 Männer. Konkret sind das Inländer, die spätestens am Wahltag das 16.…Lebensjahr vollendet haben, und Auslandsösterreicher, die auf Antrag in die Europa-Wählerevidenz einer Gemeinde eingetragen wurden (insgesamt 4426 in Tirol). Auch Unionsbürger mit Hauptwohnsitz in Österreich (2538 in Tirol) dürfen ihre Stimme abgeben.

Wann haben die Tiroler Wahllokale offen?

Am Sonntag öffnen die meisten Wahllokale zwischen 7 und 8 Uhr und schließen zwischen 12 und 14 Uhr. In der Landeshauptstadt Innsbruck kann man zwischen 8 und 17 Uhr wählen. Die genauen Öffnungszeiten aller Gemeinden unter: wahlen.tirol.gv.at

Gibt es diesmal wieder eine Briefwahl?

„Natürlich, neben der Übermittlung der verschlossenen und unterschriebenen Wahlkarte per Post kann diese auch in der Bezirkswahlbehörde oder am Wahlsonntag in jedem Wahllokal abgegeben werden“, erklärt Christian Ranacher von der Landeswahlbehörde.

Was wäre eine gute Wahlbeteiligung?

40 Prozent wären für Tirol ein Erfolg. 2014 stimmten erschreckend wenige Tiroler ab: 35,4 Prozent. Vor fünf Jahren sah das Ergebnis so aus: ÖVP 32,4, SPÖ 16,7, FPÖ 17,4, Grüne 17,5 und NEOS 9,6 Prozent.

Wann wird es am Sonntag Abend erste Ergebnisse geben?

Genaue nicht vor 23 Uhr. „Weil in Italien erst zu dem Zeitpunkt die Wahllokale schließen“, begründet es Ranacher. Darum wird es auch in Österreich keine Hochrechnung um 17 Uhr, sondern nur eine Trendprognose geben. 

Claudia Thurner
Claudia Thurner

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