22.05.2019 15:52 |

Virtuelles „Boarding“

Jetzt kann jeder eigenen Namen zum Mars schicken

Bis die ersten Menschen tatsächlich auf dem Mars landen, könnte es noch einige Jahre dauern - aber zumindest seinen Namen kann jetzt jeder schon einmal auf den Roten Planeten schicken. Auf einer eigens dafür eingerichteten Website der US-Raumfahrtbehörde NASA kann man Vor- und Nachnamen eintragen und dann eine Art virtuellen „Boarding Pass“ erhalten.

Die Namen werden auf einem Mikrochip gespeichert, der im Juli 2020 mit dem nächsten Mars-Rover (Bild unten) der NASA starten soll, wie die US-Raumfahrtbehörde in der Nacht zum Mittwoch mitteilte.

Auch Lander „InSight“ hatte Namen im Gepäck
Der Rover soll im Februar 2021 auf dem Mars landen und den Planeten mit wissenschaftlichen Instrumenten untersuchen. Davon erhoffen sich Wissenschaftler neue Informationen über die Entstehung des Planeten und auch der Erde. Der im November auf dem Mars gelandete „InSight“-Roboter (Bild unten) der NASA hatte bereits mehr als zwei Millionen Namen im Gepäck.

Im Rahmen der Mission will die NASA den Mars auch aus ganz neuen Blickwinkeln erkunden: Aus der Vogelperspektive, mithilfe eines drohnenartigen Hubschraubers. Dieser hat erst im Jänner seine ersten Flugtests unter Marsbedingungen erfolgreich bestanden. In einer Vakuumkammer zeigte das nur 1,8 Kilogramm schwere Mini-Fluggerät, dass es auch in der sehr dünnen Atmosphäre des Roten Planeten abheben und fliegen (Video unten) kann.

„Mars Helicopter“ soll über Mars fliegen
Der halbautonome „Mars Helicopter“ soll zusammen mit dem neuen Marsrover die Reise zum Roten Planeten antreten und im Februar 2021 auf diesem landen. „Die Vorstellung, dass ein Hubschrauber über die Oberfläche eines anderen Planeten fliegt, ist aufregend“, erklärte NASA-Chef Jim Bridenstine im Vorjahr.

Sollte der Hubschrauber nicht funktionieren, wird das Projekt trotzdem nicht scheitern. Denn das Herzstück der Mission, ein neuer Marsrover, wird unabhängig davon funktionieren. Er soll Bodenschätze erforschen, nach Spuren früheren Lebens suchen und Informationen zur Bewohnbarkeit des Roten Planeten sammeln, so die NASA.

 krone.at
krone.at
Kommentare

Liebe Leserin, lieber Leser,

die Kommentarfunktion steht Ihnen ab 6 Uhr wieder wie gewohnt zur Verfügung.

Mit freundlichen Grüßen
das krone.at-Team

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen