Wasserrettung:

Suche nach Nepomuk-Statue im Moldaustausee

Eine seit 70 Jahren vermisste Statue des Hl. Nepomuk hat am Wochenende einen großen Taucheinsatz der oö. und tschechischen Wasserrettung im südböhmischen Moldaustausee ausgelöst. Die aus einer Kapelle stammende Figur wird am Seegrund vermutet.

„Die Idee zum Taucheinsatz gibt es seit mehr als einem Jahr“, sagt Martin Eberl von der oö. Wasserrettung. Dem Bericht einer Augenzeugin zufolge hatten Marodeure und Kommunisten nach dem Zweiten Weltkrieg die Nepomuk-Statue aus der 1725 errichteten Kapelle der süböhmischen Ortschaft Unter-Wuldau (heute Dolni Vitavice) in die Moldau geworfen, als die vorwiegend deutschstämmige Bevölkerung von tschechischen Nationalisten brutal aus dem Dorf vertrieben wurde.

Frau sah Figur noch im Fluss
Die Frau hatte die Heiligen-Figur später auch noch im Fluss liegen sehen, als die Moldau in den 1950er-Jahren großflächig aufgestaut wurde und Unter-Wuldau völlig im Wasser versank.

Suchaktion vorerst erfolglos
Die aktuelle Suche nach der abgängigen Statue hatte die tschechische Wasserrettung gut vorbereitet. Unterwasser-Leinen wurden verlegt und das Suchgebiet im zehn Meter tiefen Stausee in Sektoren unterteilt. Leider verlief die Tauchaktion in dem trüben Wasser vorerst erfolglos. Eberl: „Wir werden aber schon bald wieder danach suchen.“

Jürgen Pachner, Kronen Zeitung

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