12.05.2019 06:00 |

Betrug und Abzocke

Anruf-Flut mit der Vorwahl 0720: nicht abheben!

Anrufe mit der Vorwahl 0720 erschrecken derzeit viele Kärntner. Unzählige haben Telefonnummern mit dieser Vorwahl auf ihren Anruflisten. Die meisten rufen nie zurück, weil sie Abzocke fürchten. Und sie haben nicht unrecht. Denn obwohl die Nummer eine normale Internet-Vorwahl ist, wird sie gerne von Betrügern benutzt.

Mit der Vorwahl 0720 kann man ein Telefon an wechselnden Standorten verwenden. Häufig setzen Telefondienste diese sogenannten „Voice over IP“ - das sind Internetleitungen - ortsungebunden zum Telefonieren ein.

Freitag etwa erhielt ein Kärntner einen Anruf von jemandem, der behauptete in einer „Salzburger Anwaltskanzlei“ zu sitzen.

Der Mann erzählt: „Dann laberte er etwas von einer Anzeige bei einem Gewinnspiel und fragte, ob ich diese Anzeige verlängern möchte. Als ich jedoch antwortete, dass ich gleich eine Anzeige erstatten werde, wurde rasch aufgelegt. Die Nummer war 0720/2700 Bitte warnen sie die Leser!“

Immer wieder versuchen Abzocker mit dem „Verlängerungstrick“ Geld zu kassieren. So mancher fällt darauf herein und glaubt an eine tolle Chance im Gewinnspiel. Hat man aber am Telefon das Einverständnis zu einer Verlängerung gegeben, ist quasi ein Vertrag perfekt gemacht worden.

Danach flattern schon bald Rechnungen ins Haus. Das kann man verhindern. Konsumentenschützer raten dringend: „Stornieren Sie solche Verträge so schnell wie möglich. Telefonisch abgeschlossene Verträge kann man nämlich gratis rückgängig machen.“ Hilfe findet man auch in solchen Fällen bei der Arbeiterkammer.

Serina Babka
Serina Babka
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