11.05.2019 15:29 |

Großhöflein

Kampf ums Geld geht weiter

150.000 Euro könnte Großhöflein beim Müllverband geltend machen. Das Geld soll als finanzielle Abgeltung für die Standortnachteile durch die nahegelegene Deponie dienen. Nach einem Rechtsstreit musste der Abfallentsorger bereits einmal zahlen. Nun geht das Tauziehen mit der Gemeinde in die Verlängerung.

Die Vorgeschichte ist „Krone-Lesern“ bekannt: Weil sich in der Nähe von Großhöflein eine Deponie des Müllverbandes befindet, steht der Gemeinde eine finanzielle Abgeltung zu. Diese klagte der frühere Ortschef Wolfgang Rauter (LBL) ein. Nach längerem Rechtsstreit und Bürgermeisterwechsel bekam die Gemeinde beim Obersten Gerichtshof Recht. Mehr als 70.000 Euro musste der Verband zahlen. Allerdings deckt dies nur die Jahre 2010 bis 2017 ab. Nun fordert man die Abgeltung für die Zeit davor bis zu Gründung der Deponie 1996. Um die 150.000 Euro könnte das der Gemeinde bringen, erklärt Werner Huf von der Freien Liste Großhöflein. Er kritisiert jedoch, dass sich Bürgermeister Heinz Heidenreich (SP) zu lange Zeit gelassen habe. „Für die Beauftragung des Rechtsanwaltes mit der Aufnahme von Gesprächen wurde unnötig Zeit verschwendet - zum Nachteil der Bevölkerung“, meint Huf.

Heidenreich will sich hingegen nicht unter Druck setzen lassen: „Die Verjährungsfrist beträgt 30 Jahre. Uns läuft hier nichts davon.“ Derzeit laufen Vergleichsgespräche mit dem Müllverband, bis Ende des Monats soll es ein Ergebnis geben. „Sollte es jedoch zu keiner Einigung kommen und es gibt eine entsprechende Empfehlung des Anwalts, werden wir klagen“, meint der Ortschef.

Christoph Miehl, Kronen Zeitung

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