Ars Electronica Center

Brandneues Innenleben für Zukunftsmuseum

„Compass“ ist das Motto der brandneuen Dauerausstellung im Ars Electronica Center in Linz, die am 27. Mai eröffnet wird. Fieberhaft wird seit Monaten umgebaut und am Konzept gefeilt. Architektur, Exponate und Thematiken müssen zusammenpassen, damit das AEC seinem Ruf als Zukunfts-Museum gerecht wird.

Noch liegt Staub in der Luft, stehen Hunderte Kartons auf einem Stapel und werden laufend Besprechungen auf der Baustelle abgehalten - doch schon in einem Monat soll das neue AEC in Linz mit modernsten Exponaten glänzen. Vier Millionen Euro kostet die Rundumerneuerung, 1,5 davon stellt das Zukunfts-Museum selbst, den Rest zahlt die Stadt Linz.

Kristina Maurer konzipiert die mehrstöckige neue Dauerausstellung mit dem Titel „Compass - Navigating the future“ und erzählt in den noch leeren Hallen von ihren Visionen: „Im Herzen des Hauses wird das Labor auf eine ganze Ebene ausgedehnt, es ist ein Bindeglied, alle Themen der restlichen Bereiche treffen hier zusammen, wo Workshops abgehalten werden und jeder selbst viel ausprobieren kann. Eine wichtige Frage wird sein, wie ich mir als Bürger des 21. Jahrhunderts Technologien aneignen und aktiv werden kann.“ Das Labor ist ein Novum in der Museumswelt und Herausforderung für die Planer.

Viel Raum wird natürlich dem momentan viel diskutierten Thema Künstliche Intelligenz gewidmet, außerdem soll das AEC eben als „Kompass“ für die Besucher dienen, sich in dieser Welt voller komplizierter Neuerungen zurecht zu finden.

Neben 70 AEC-Mitarbeitern sind zahlreiche Firmen aus Oberösterreich am Mega-Umbau beteiligt, die von Michael Samhaber koordiniert werden. Alleine die Firma bene liefert 750 Würfel für die Ausstellungsgestaltung, 200 Bildschirme werden montiert. Zentrales Element der großen Ausstellungshalle im dritten Untergeschoß mit rund 1000 Quadratmetern ist eine etwa 30 Tonnen schwere, begehbare Holzkonstruktion, die den weiten Raum auch thematisch teilen soll.

Entworfen hat die Ausstellungs-Landschaft das Architekturbüro „any:time“ aus Linz, das auch für das letzte Ars Electronica Festival verantwortlich war (siehe Interview unten). Die Pforten öffnen sich am 27. Mai.

Jürgen Haller und Christoph Weidinger vom Architekturbüro „any:time“ in Linz sind langjährige Kooperationspartner des AEC und haben die Ausstellung entworfen.

„Krone“: Welche sind die größten Herausforderungen bei der Gestaltung des neuen Innenlebens des AEC?

Christoph Weidinger: Wir müssen unsere Ideen so flexibel halten, dass wir auf alle Exponate eingehen können, die am Beginn so eines Prozesses natürlich noch nicht alle feststehen können. Trotzdem darf man das große Ganze nicht aus den Augen verlieren. Außerdem muss der Raum darauf ausgelegt sein, dass Ausstellungsstücke auch in den folgenden Jahren getauscht werden können.

Sie sind Experten für genau diesen Bereich.

Wir arbeiten seit zehn Jahren mit dem Ars Electronica Center zusammen, haben mittlerweile eine rasche Kommunikation entwickelt und finden immer wieder Lösungen, wie man Ausstellungsstücke optimal präsentieren kann. Man braucht Improvisationstalent.

Seit wann tüfteln Sie nun schon am neuen AEC?

In dieses Projekt sind wir zu Weihnachten eingestiegen, es ist eine große Herausforderung, nicht nur zeitlich sondern auch von den Ressourcen her. Wir haben in dieser Phase zwei extra Leute dafür. Bis zum letzten Schrauben muss man so ein Projekt begleiten, in jeder Entwicklungsstufe muss man die Idee weiterdenken, damit am Schluss alles passt.

Jasmin Gaderer/Kronen Zeitung

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