18.04.2019 22:55 |

Nun Airport im Visier

Hunderte Klimaschützer in London verhaftet

Die britische Polizei hat in den vergangenen vier Tagen alle Hände voll zu tun gehabt. Demonstrationen von Klimaschützern mit Sitzblockaden wurden aufgelöst und dabei fast 500 Aktivisten verhaftet. Die Bewegung Extinction Rebellion (Rebellion gegen die Auslöschung) droht nun am Freitag mit einer Störung des Betriebs am Flughafen London-Heathrow. Dort ist man seither in Alarmbereitschaft.

„Wir respektieren das Recht auf friedlichen Protest und stimmen zu, dass man etwas gegen den Klimawandel tun muss, aber wir stimmen nicht zu, dass die wohlverdienten Osterferien von Passagieren mit ihrer Familie und Freunden unterbrochen werden sollten“, sagte ein Flughafensprecher.

Aktivisten klebten sich an Zug
Drei Personen hatten am Mittwoch den öffentlichen Nahverkehr gestört, indem sie sich mit einer speziellen Substanz von außen an einen Zug geklebt hatten. Es kam aber nur zu geringfügigen Verspätungen. Weitere Demonstranten hatten sich an einen Gartenzaun am Grundstück von Oppositionsführer Jeremy Corbyn in der Hauptstadt geklebt.

Nach Angaben von Innenminister Sajid Javid sind mehr als 1000 Polizisten pro Tag mit den Demonstranten beschäftigt. Die internationale Bewegung, die auch von der britischen Schauspielerin Emma Thompson unterstützt wird, will die Risiken des Klimawandels minimieren und einen ökologischen Kollaps verhindern. Auch in Berlin hatten Umweltschützer zu Wochenbeginn demonstriert, ebenso in Wien am Mittwoch.

Friedliche Aktion in London misslungen
Die Aktivisten setzen auf friedliche Aktionen, die von der Öffentlichkeit unterstützt werden. Nach einer YouGov-Umfrage ist ihnen das allerdings in der britischen Hauptstadt nicht gelungen: Nur 36 Prozent von 3561 befragten Briten heißen die Proteste gut, 52 Prozent lehnen sie mehr oder weniger ab.

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