Klagenfurt statt Wien

Polizei-Machtwort erzwingt Verlegung des Cupfinals

Was offiziell nicht ging, wurde durch Hintertür erledigt: Exekutive kann Sicherheit beim Cupfinale in Favoriten nicht gewährleisten, ÖFB musste neues Stadion suchen. Am 1. Mai wird in Klagenfurt gespielt.

Offiziell konnte Wiens Polizeipräsident Gerhard Pürstl das am 1. Mai in der Generali-Arena angesetzte Cupfinale zwischen Rapid und Salzburg nicht untersagen, schob daher den „Schwarzen Peter“ dem ÖFB als Veranstalter zu. Letztendlich war es aber doch die Polizei, die für eine Verlegung sorgte. Man könne die Sicherheit nicht mit einem in irgendeiner Weise vertretbaren Aufwand gewährleisten, ließ man beim gestrigen Meeting mit Veranstalter (ÖFB) und Gastgeber (Austria) verlauten. Womit für den ÖFB das „Nein zu Favoriten“ alternativlos war. Ein Machtwort der Polizei also, dem sich letztendlich alle beugen mussten, mit dem man die Verlegung quasi „erzwang“, ohne dies offiziell getan zu haben

Rapid für Entschädigung
„Nach den Ausführungen der Polizei ist die Durchführung des Finales in Favoriten nicht möglich“, so ÖFB-Geschäftsführer Bernhard Neuhold, „wir haben die Einschätzung der Polizei mit Bedauern zur Kenntnis genommen, die Absage gilt aber nur für dieses Jahr“, betonte Austrias AG-Vorstand Markus Kraetschmer.

Die Austria soll entschädigt werden (wofür sich auch Rapid ausspricht), der neue Finalort wird offiziell heute bekannt gegeben, aber alles spricht dafür, dass Klagenfurt zum Zug kommt.

Das Cupfinale Salzburg gegen Rapid gab es dort erst vor zwei Jahren, es endete am 1. Juni 2017 vor 20.200 Zuschauern mit einem 2:1-Sieg der „Bullen“.

Peter Klöbl, Kronen Zeitung

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