Erneut Frauenmord

NÖ: Polizistenmutter (75) tot in Wohnung gefunden

Erneut Mordalarm um eine Frau in Niederösterreich! Eine 75-jährige Pensionistin wurde blutüberströmt in ihrer Wohnung im Bezirk Neunkirchen aufgefunden. Die Verletzungen deuten auf ein Gewaltverbrechen hin. Seit Jahresbeginn sind bei tödlichen Bluttaten bereits neun weibliche Opfer zu beklagen.

Da die betagte Dame - sie ist die Mutter eines Wiener Polizisten - in ihrer Wohnung in Grafenbach-St. Valentin bei Ternitz erschlagen worden sein dürfte, hat die Mordgruppe des Landeskriminalamtes die Ermittlungen übernommen. Laut Chefinspektor Johann Baumschlager wies die offenbar Ermordete noch weitere Verletzungen auf. Die Tatortgruppe sicherte bis zum Abend Spuren.

Angehörige hatten sich Sorgen gemacht, weil sie die Pensionistin seit Längerem nicht gesehen bzw. erreicht hatten. Sie verständigten einen Schlüsseldienst, der am Samstag gegen 13 Uhr die Tür des Wohnhauses öffnete. Im Inneren wurde die Leiche der alleinstehenden Österreicherin gefunden. Die Spurensicherung war am Abend noch im Gange. „Details geben wir aus ermittlungstaktischen Gründen nicht bekannt. Durch die Obduktion erwarten wir uns weitere Aufschlüsse“, teilte Baumschlager mit.

Blutige Serie
Es ist eine unheimliche Serie, die im Jänner ihren Lauf nahm. Die traurige Bilanz mit dem aktuellen Fall vom Samstag: Elf Gewaltverbrechen mit neun weiblichen und zwei männlichen Opfern - im Durchschnitt jede Woche ist demnach eine tödliche Attacke zu beklagen. Die Zahl der Frauenmorde in Österreich ist so hoch wie seit mindestens zehn Jahren nicht mehr.

Besonders im Fokus steht Niederösterreich. Mit der am Samstag tot aufgefundenen Pensionistin passierten bereits sechs Bluttaten an Frauen in diesem Bundesland. Die Serie hatte am 8. Jänner begonnen, als eine 40-Jährige in Amstetten erstochen worden war. Einen Tag darauf wurde eine 50-Jährige im Bezirk Wiener Neustadt-Land durch einen Messerangriff getötet. Am 13. Jänner wurde in einem Park in Wiener Neustadt eine leblose 16-Jährige gefunden, ihr Tod trat laut Obduktion durch Ersticken ein.

Am 21. Jänner wurde eine 32-Jährige in Tulln auf dem Parkplatz eines Supermarktes durch Stiche mit einem Dolch getötet.In Ebergassing (Bezirk Bruck a.d. Leitha) wurde am 25. Jänner eine 64-jährige Pensionistin in ihrer Wohnung entdeckt. Die Frau starb laut Obduktion an einem Schädel-Hirn-Trauma aufgrund von massiver Gewalteinwirkung gegen den Kopf. Bei den Tatverdächtigen handelt es sich um vier Männer und eine Frau. Alle befinden sich in Untersuchungshaft bzw. in vorläufiger Anhaltung.

Kronen Zeitung/krone.at

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