UEFA-Richtlinien

Traumsaison birgt Albtraum-Szenario für den LASK

UEFA-Richtlinien für die Europacup-Qualifikation stoßen ÖFB auf. Von heimischen Klubs scheint aktuell am ehesten LASK betroffen. Nämlich dann, wenn man am Ende Vizemeister und Cupsieger wäre.

Vorweg: Der Fall ist kompliziert. Vor allem sehr theoretisch. Tatsache ist aber, dass ÖFB-Generalsekretär Thomas Hollerer trotzdem bereits eine Anfrage an den Europäischen Fußballverband UEFA angekündigt hat. Mit der Bitte, die Quali-Richtlinien für ihre internationalen Bewerbe zu überprüfen bzw. zu begründen. Hollerer: „Sollte sich dieser Fall dann noch immer darstellen, wir wir ihn aktuell sehen, werden wir der UEFA vorschlagen, die Richtlinien zu evaluieren!“

Trügerischer Erfolg
Hintergrund ist, was heuer Salzburg, LASK und Rapid droht. Am ehesten aber den Linzern. Denen ein sehr erfolgreiches nationales Abschneiden international am Kopf fallen könnte: Zum einen gilt nämlich, dass der ÖFB-Cupsieger im Herbst erstmals für die Gruppenphase der Europa League qualifiziert ist. Und zum anderen, dass der Bundesliga-Zweite die Champions-League-Quali spielen muss. und zwar auch dann, wenn es sich beim Vizemeister um den ÖFB-Cup-Sieger handelt

Brisant für ÖFB und Liga
Womit dem aber in zwei Spielen international ein Blitz-K. o. droht. Damit der Verlust von den in der Europa League Gruppenphase auf drei Millionen € geschätzten Fix-Einnahmen! Ein Szenario, das heuer am ehesten den LASK treffen könnte: Dem Cup-Halbfinalisten und sicheren Liga-Zweiten. Brisant dabei für die Fußball-Hüter des ÖFB. Da das Pokal-Finale aufgrund des neuen Liga-Modus’ heuer nicht nach, sondern während der Meisterschaft steigt, hätte es für jeden Cupsieger Sinn, am Ende der Saison nicht Liga-Zweiter zu werden

Hoffen auf Europa-League-Sieger
Außer freilich, der heurige Europa-League-Sieger qualifiziert sich über die nationale Meisterschaft für die Champions League. Dann könnte etwa der LASK als Cupsieger und Liga-Zweiter in der Champions-Quali nur gewinnen! Da Österreichs Vizemeister in die dann erst im Play-Off einsteigen würde. Und die Verlierer dieser letzten Hürde dürfen ja in der Europa-League-Gruppenphase weiterspielen.

Georg Leblhuber, Kronen Zeitung

Georg Leblhuber
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