28.02.2019 22:34 |

Brunnendrama

Starb Julen (2) erst DURCH die Rettungsarbeiten?

Das Brunnendrama von Malaga, bei dem im Jänner der zweijährige Julen ums Leben kam, wird in den nächsten Monaten und Jahren wohl noch etliche Gerichte beschäftigen. Die Anwälte jenes Finca-Besitzers, auf dem sich das Unglück ereignet hatte, warten nun in ihrem Berich mit einem besonders spektakulären Vorwurf auf. Das Kleinkind soll demnach nämlich erst durch die Rettungsarbeiten selbst gestorben sein. Dies könnte Helfern im schlimmsten Fall teuer zu stehen kommen.

„Der Einsatz mit der Spitzhacke, insgesamt zehn Schläge zwischen 17.30 Uhr und 21 Uhr am Unglückstag (Julen war kurz vor 14 Uhr in den Schacht gefallen), ist das Einzige, was die körperlichen Wunden am Kopf und am Schädel des Minderjährigen verursachen konnte“, zitiert die spanische Zeitung „El Pais“ aus dem Bericht eines Architekten über das Unglück, den die Anwälte einer Untersuchungsrichterin in Malaga vorlegten.

Unangenehme Konsequenzen für Helfer drohen
Mit der Spitzhacke sollte eigentlich Erde gelockert werden, die den Zugang zum engen Brunnenschacht blockiert hatte. Falls durch diese Arbeiten aber erst der Tod des Buben hervorgerufen wurde, könnten für die Helfer nun unangenehme Konsequenzen, wie etwa Schadensersatzforderungen, drohen. Die Frage, wie dem Zweijährigen sonst überhaupt geholfen werden hätte können, beantwortet der Bericht freilich in keinster Weise.

Der Zweijährige war am 13. Jänner in das illegal gegrabene und nicht markierte Bohrloch gefallen, während seine Eltern in der Nähe picknickten. Hunderte Ingenieure, Polizisten und Bergbauexperten waren nach dem Unglück rund um die Uhr im Einsatz, um den Buben womöglich noch lebend retten zu können. Dabei waren sie immer wieder auf Schwierigkeiten angesichts des harten Gesteins gestoßen. Nach riesigem Aufwand konnte Ende Jänner nur mehr die Leiche des Buben gefunden werden.

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