27.01.2019 15:32 |

Große Militärparade

St. Petersburg gedachte der Leningrad-Belagerung

Mit einer großen Militärparade in St. Petersburg hat Russland an das Ende der Belagerung des damaligen Leningrad durch die deutsche Wehrmacht erinnert. Zum 75. Jahrestag der Befreiung marschierten am Sonntag mehr als 2500 Soldaten in modernen und historischen Uniformen auf, begleitet von Panzern und Raketenabwehrsystemen.

Tausende Menschen verfolgten die Militärparade bei Schneetreiben und Temperaturen von minus elf Grad. Das Ende der Leningrad-Blockade sei ein historisches Ereignis, sagte ein Zuschauer, es sei wichtig, „die Erinnerung wachzuhalten“. In St. Petersburg leben heute noch etwa 100.000 Veteranen und Überlebende der Belagerung.

Belagerung forderte mehr als 800.000 Todesopfer
Die Wehrmacht hatte Leningrad zwischen 1941 und 1944 insgesamt 872 Tage lang belagert. Mehr als 800.000 Bewohner starben durch Hunger, Krankheit oder Beschuss. Am 27. Jänner 1944 befreite die Sowjetarmee die Stadt schließlich von den Besatzern.

„Heldentaten sind für immer in unseren Herzen“
Regierungschef Dmitri Medwedew erinnerte am Sonntag an die damaligen Opfer. „Ihre Heldentaten werden für immer in unseren Herzen sein“, sagte er. Präsident Wladimir Putin legte am Piskarjowskoje-Gedenkfriedhof einen Kranz nieder.

Deutschland steht zu „historischer Verantwortung“
Der deutsche Außenminister Heiko Maas erklärte, Deutschland stehe zu seiner „historischen Verantwortung“. Die Bundesregierung stelle daher zwölf Millionen Euro für zwei Projekte in St. Petersburg bereit. Mit dem Geld sollen ein Krankenhaus für Kriegsveteranen in der Stadt modernisiert und ein deutsch-russisches Begegnungszentrum aufgebaut werden.

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