17.01.2019 18:30 |

Medikamente teurer

Kosten steigen: Kabeg fehlen 3,1 Millionen Euro

Gestiegene Personal- und Medikamentenkosten stellen die Landeskrankenanstalten-Betriebsgesellschaft (KABEG) 2019 vor Herausforderungen. Weil im Budget 3,1 Millionen Euro fehlen, hat das Management eine Kostenbremse verordnet. An geplanten Neubauten und Investitionen in die Qualität werde aber nicht gerüttelt.

Am Klinikum Klagenfurt startet im Frühjahr der Neubau der Psychiatrie; für die Strahlentherapie wird ein neuer Linearbeschleuniger angeschafft. Auch in anderen Häusern wie in Villach und Wolfsberg stehen große Investitionen an - 2019 fließen 47 Millionen Euro. Gleichzeitig kommt es in den Häusern zu hohen Ausgaben. 60 neue Planstellen sind vakant.

Die Kosten für Medikamente sind von 14 Millionen Euro (2016) auf 21 Millionen (2018) gestiegen. Der Gehaltsabschluss führt dieses Jahr zu einer Finanzierungslücke in Höhe von 3,1 Millionen Euro. Kabeg-Vorstand Arnold Gabriel: „Das Geld müssen wir selber aufbringen.“ Geplant sind daher Ausgabenstopps beim Sachaufwand und in der Verwaltung. Beim Personal sei man bemüht, die Krankenstandsrate zu senken. Fehlzeiten sollen besser kontrolliert werden. Bei der Einsatzplanung gebe es großes Potenzial, heißt es. Ziel sei es, ausgeglichen abzuschließen ohne bei der Patientenversorgung über Gebühr zu sparen, so der Kabeg-Chef.

820 Millionen Euro stehen dieses Jahr im Budget zur Verfügung. Erwartet wird für 2019 die Behandlung von 100.000 stationären Patienten. Ambulant könnte erstmals die Zahl von einer Million Fällen erreicht werden. Zur wesentlichen Kostensenkung für die Spitäler könnten neue Ärztezentren beitragen, erklärt Gabriel. Wie die „Krone“ berichtet hat, hängen die Primärversorgungszentren in Kärnten aber in der Warteschleife.

Thomas Leitner
Thomas Leitner
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