Videoüberwachung:

In zwei Jahren 56 Vorfälle in Linzer Öffis gefilmt

Seit zwei Jahren sind in den Linzer Öffis die Videokameras „scharf“. Laut der Bürgerbefragung halten 80 Prozent der Linzer diese Maßnahme auch für sinnvoll. Auch die Polizei profitiert von „Big Brother“. Den Beamten wurden 56 Aufzeichnungen von Vorfällen übermittelt. Sogar ein Raub konnte geklärt werden.

Die Videoüberwachung in den Linzer Öffis hat fast zwei Jahrzehnte für heftige Debatten gesorgt. Im Jänner 2017 wurde die langjährige Forderung der ÖVP und FPÖ umgesetzt. Die Diskussionen gehören aber noch immer nicht der Vergangenheit an. Der schwarze Stadtvize Bernhard Baier kritisiert den schleppenden Fortschritt beim „Vollausbau“.

Ein Fünftel der Flotte ist derzeit videoüberwacht
2018 zeichneten in 29 Straßenbahnen und 13 O-Bussen die Kameras laufende Bilder auf. „Das ist ein Fünftel der Flotte. Von einer flächendeckenden Ausstattung kann keine Rede sein. Dabei geht um den aktiven Schutz der Bürger sowie darum, das subjektive Sicherheitsempfinden zu erhöhen“, blickt Baier neidisch nach Steyr. Dort wurde 2018 die gesamte Busflotte innerhalb eines Jahres mit Kameras ausgestattet. FP-Stadtvize Detlef Wimmer sieht angesichts der 56 Bildmaterial-Übermittlungen (18 im Jahr 2017 und 38 im Vorjahr) an die Polizei keinen akuten Handlungsbedarf.

2020 kommen 100 neue Busse
„Die Videoüberwachung hat ihre Berechtigung. Die Vorfälle ufern aber nicht aus. Den Plan für den Vollausbau durch den Kauf neuer Fahrzeuge sehe ich bestätigt.“ Bis 2020 werde weitere 100 Öffis mit Kameras unterwegs sein.

Polizei ist zufrieden
Für Stadtpolizeichef Karl Pogutter ist „Big Brother“ ein verlässlicher Partner: „Oft gibt es unterschiedliche Aussagen zu Vorfällen. Ein Video klärt rasch auf. Es hilft auch bei der Suche nach Tätern!“ So wurde dank der Kameras ein Raub geklärt.

Mario Zeko
Mario Zeko
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