06.01.2019 06:00 |

Opfer liegt im Koma

Eisenstangen-Prügler war tickende Zeitbombe

Jener 41-jährige Mann, der am frühen Morgen des 30. Dezember in der Wiener Margaretenstraße eine 25-Jährige überfallen, sie beraubt und ihr mit einer Eisenstange schwerste Kopfverletzungen zugefügt hat, jammert jetzt bei der Kripo über sein „verpfuschtes Leben“.

Von Jugend an war Werner B. immer wieder straffällig geworden. Seine Delikte: Einbrüche, Diebstähle, Raube. Mehrfach saß er deshalb hinter Gittern. Zuletzt lebte er in einem Altbau in Wien-Mariahilf, in einer betreuten Wohngemeinschaft für Ex-Sträflinge. „Ich war auf der Suche nach einer Beziehung”, sagt er jetzt in Verhören.

„Wurde frustrierter und frustrierter“
Seit Wochen habe er versucht, in Lokalen eine Partnerin kennenzulernen, „aber das klappte nicht. Deshalb wurde ich frustrierter und frustrierter.“ Noch mehr, nachdem er kurz vor Weihnachten seine Arbeitsstelle in einem Gastronomiebetrieb verloren hatte: „Das machte mich fertig.“ Und in ihm entstand noch mehr Wut, auf die ganze Welt, auf alle Frauen, „die mich ja eh nicht wollen“. Und dann beschloss er, sich zu rächen ...

Nach seiner Tat hatte Werner B. die Polizei alarmiert, sich als Zeuge ausgegeben. Danach versuchte er, mit der Bankomatkarte des Opfers Geld zu beheben. Im WG-Zimmer des 41-Jährigen wurde auch das Handy der 25-Jährigen gefunden. Die Frau liegt im Koma.

Martina Prewein, Kronen Zeitung

 krone.at
krone.at
Kommentare
Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Lazaro wieder Ersatz
1:0! Conte-Revolution? Inter stürzt Juventus
Fußball International
Kolumne „Im Gespräch“
Eine Lücke, die verbindet
Life
„Pflege-daheim-Bonus“
ÖVP will 1500 Euro Bonus für häusliche Pflege
Österreich
Live in der Primetime
Die „Krone“-Elefantenrunde
Medien
Wien Wetter

Produktvergleiche

Alle Produkte sehen
Newsletter