Sa, 19. Jänner 2019

Als erster Mensch

27.12.2018 07:10

Amerikaner durchquert Antarktis ohne Hilfsmittel

Als erster Mensch hat der US-Abenteurer Colin O‘Brady die Antarktis alleine und ohne Hilfsmittel durchquert. Der 33-Jährige brauchte auf Langlaufskiern 54 Tage für die 1482 Kilometer lange Strecke. Er erreichte am Mittwoch sein Ziel am Ross-Schelfeis am Pazifischen Ozean nach einer letzten gewaltigen Kraftanstrengung: Die letzten 125 Kilometer legte er in einem Stück in 32 Stunden zurück. Bereits 1996-1997 hatte der Norweger Borge Ousland die Antarktis alleine durchquert. Er hatte sich aber teilweise von einem Gleitschirm ziehen lassen. O‘Brady verzichtete auf ein solches Hilfsmittel.

Der frühere Profi-Athlet war am 3. November gleichzeitig mit dem 49-jährigen Briten Louis Rudd vom Union-Gletscher gestartet. Ihre Wege trennten sich dann. O‘Brady, der einen 180 Kilogramm schweren Schlitten hinter sich herzog, erreichte am 12. Dezember nach 40 Tagen den Südpol. Die Etappen seines Abenteuers wurden durch GPS aufgezeichnet und auf O‘Bradys Internetseite colinobrady.com veröffentlicht.

Die letzten 125 Kilometer in einem Stück zurückgelegt
Beim Frühstück am Weihnachtstag beschloss er dann, die letzten 125 Kilometer in einem Stück zurückzulegen. „Als ich das Wasser für meinen Haferbrei kochte, ist mir eine scheinbar unmögliche Idee gekommen“, schrieb der 33-Jährige auf Instagram. „Ich habe mich gefragt, ob es möglich wäre, den ganzen Weg bis zum Ziel in einem Rutsch zurückzulegen. Als ich mir die Stiefel geschnürt habe, war aus dem unmöglichen Plan ein festes Ziel geworden.“

„Die letzten 32 Stunden waren einige der herausforderndsten Stunden meines Lebens“, schrieb O‘Brady. „Es waren aber ehrlich gesagt auch einige der besten Momente, die ich jemals erlebt habe.“ Der Brite Rudd lag rund ein oder zwei Tage zurück, als O‘Brady sein Ziel erreichte.

„Heldentat der Polar-Geschichte“
Die „New York Times“ würdigte die Leistung des US-Abenteurers als „eine der bemerkenswertesten Heldentaten der Polar-Geschichte“. Sie sei vergleichbar mit dem Rennen zum Südpol, das sich der Norweger Roald Amundsen und der Brite Robert Falcon Scott 1911 geliefert hatten. 2016 war der britische Armeeoffizier Henry Worsley bei dem Versuch ums Leben gekommen, die Antarktis alleine und ohne Hilfsmittel zu durchqueren.

 krone.at
krone.at

Kommentare

Eingeloggt als 
Nicht der richtige User? Logout

Willkommen in unserer Community! Eingehende Beiträge werden geprüft und anschließend veröffentlicht. Bitte achten Sie auf Einhaltung unserer Netiquette und AGB. Für ausführliche Diskussionen steht Ihnen ebenso das krone.at-Forum zur Verfügung.

User-Beiträge geben nicht notwendigerweise die Meinung des Betreibers/der Redaktion bzw. von Krone Multimedia (KMM) wieder. In diesem Sinne distanziert sich die Redaktion/der Betreiber von den Inhalten in diesem Diskussionsforum. KMM behält sich insbesondere vor, gegen geltendes Recht verstoßende, den guten Sitten oder der Netiquette widersprechende bzw. dem Ansehen von KMM zuwiderlaufende Beiträge zu löschen, diesbezüglichen Schadenersatz gegenüber dem betreffenden User geltend zu machen, die Nutzer-Daten zu Zwecken der Rechtsverfolgung zu verwenden und strafrechtlich relevante Beiträge zur Anzeige zu bringen (siehe auch AGB).

Aktuelle Schlagzeilen
Späte Tore
Real holt verdienten 2:0-Heimsieg gegen Sevilla!
Fußball International
Siegel stürzt in Polen
Sensationelle ÖSV-Adler schrammen am Sieg vorbei!
Wintersport
Laimer gegen Götze
LIVE: RB-Sturmphase drängt Dortmund in Defensive
Fußball International
Nächstes 4:3
Hasenhüttl siegt! Mane entscheidet Liverpool-Spiel
Fußball International
Deutsche Bundesliga
Drama in Stuttgart, Hütters „Büffelherde“ stark
Fußball International
Auch Dadic & Fuchs fix
Super-Sprint bringt Alexandra Toth zur EM!
Sport-Mix

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.