22.12.2018 14:06 |

Gehörte zum Urteil

U-Boot nach grausamem Mord an Kim Wall zerstört

Das U-Boot, auf dem sich 2017 der aufsehenerregende Mord an der schwedischen Journalistin Kim Wall ereignet hatte - sie wurde gefoltert, getötet und zerstückelt -, ist demontiert worden. Damit wurde ein Bestandteil des Urteils umgesetzt, mit dem der Bootsbauer wegen der bestialischen Tat zu lebenslanger Haft verurteilt wurde.

Der Erbauer des Bootes, der dänische Erfinder Peter Madsen, war im September wegen des Mordes an Kim Wall zu lebenslanger Haft verurteilt worden. In dem Urteil hatte das Gericht zugleich angeordnet, dass das 18 Meter lange U-Boot zerstört werden müsse.

Video: Peter Madsen zu lebenslanger Haft verurteilt

Nach und nach Leichenteile gefunden
Wall hatte über Madsen eine Reportage schreiben wollen und war im August 2017 von Kopenhagen aus mit ihm auf dem U-Boot in See gestochen. Danach kehrte die 30-Jährige nicht zurück, später wurden in der Koge-Bucht nahe der dänischen Hauptstadt nach und nach Leichenteile gefunden.

Es handelte sich um einen der spektakulärsten Mordprozesse der vergangenen Jahre, der auch international für Aufregung sorgte. Das lag nicht nur an dem ungewöhnlichen Tatort (Madsens „Nautilus“ galt als das größte von einer Privatperson gebaute U-Boot), sondern auch an den verschiedenen Versionen, die der exzentrische Erfinder den Behörden im Laufe der Ermittlungen und des Prozesses auftischte.

Genauer Hergang konnte auch vor Gericht nicht aufgeklärt werden
Anfangs hatte der Erfinder behauptet, er habe Wall sicher an Land abgesetzt, dann soll ihr eine 70 Kilogramm schwere Luke auf den Kopf gefallen sein und sie getötet haben. Später meinte er, sie sei im Inneren des U-Boots erstickt, als er draußen Arbeiten durchführte. Lediglich die Zerstückelung der Leiche und deren Entsorgung im Meer gab er zu. Auch während des Prozesses in Kopenhagen konnte nicht vollständig aufgeklärt werden, was an Bord der „Nautilus“ genau passiert war.

Das Gericht sah es jedenfalls als erwiesen an, dass Madsen die Frau aus sexuellem Motiv in dem U-Boot folterte und nach ihrem Tod zerstückelt über Bord warf. Eine lebenslange Haftstrafe beträgt in Dänemark durchschnittlich 15 Jahre. Nach zwölf Jahren kann man bei der Königin um Begnadigung ansuchen.

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