17.12.2018 08:45 |

Trauriger Rekord

Jeder fünfte Schüler hat Erfahrung mit Mobbing

Trauriger Rekord in Österreich: Aktuelle Fälle in Völkermarkt und Villach zeigen, wie schnell man in die Internet-Falle tappen kann.

Ein böser Spruch, kaputte oder versteckte Schulsachen, ein Shitstorm auf Facebook und ein Schwall böser Nachrichten auf dem Smartphone: Mobbing verfolgt viele Jugendliche durch ihre Schulzeit und weit darüber hinaus, denn die Folgen sind oft langwierig. Laut Sonderauswertung der PISA-Studie aus dem Vorjahr wird in Österreich sogar jeder fünfte Schüler mehrmals im Monat schikaniert.

Mobbing: Gruppe gegen Außenseiter
„Streitigkeiten sind ja ganz normal“, heißt es, wenn Opfer sich anderen anvertrauen. Oftmals werden Situationen sogar ins Lächerliche gezogen. Von richtigem Mobbing ist erst dann die Rede, wenn das Verhalten gezielt auf eine Person gerichtet ist und körperlich oder verbal aggressives Verhalten über einen längeren Zeitraum auftritt. Meist gehen ganze Gruppen auf einzelne Außenseiter los. Viele schauen weg, um selbst nicht in den Fokus der Angreifer zu gelangen.

Soziale Medien erhöhen Druck auf Jugend
Durch intensive Smartphone-Nutzung und die Sozialen Medien ist der Druck auf die Jugend deutlich gestiegen. Erst kürzlich wurde im Bezirk Völkermarkt über den Nachrichtendienst Whatsapp ein Video verbreitet, in dem die Misshandlung eines Kindes zu sehen ist. Woher das Video stammt, ist unklar. Und auch das Opfer der Attacke ist nicht bekannt. Verbreitet hat sich das Video aber in Windeseile.

In einer Mittelschule im Raum Villach soll es Mobbing, Gewalt und Drohungen gegeben haben. Reagiert hat jahrelang niemand.

Mobbing: Das sind die Symptome
Eltern oder Lehrer sollten bei Jugendlichen auf stark verändertes Verhalten achtgeben. Vor allem Rückzug ist ein häufiges Symptom. Will das Kind nicht mehr in die Schule, bringt nur noch schlechte Noten nachhause oder verliert häufig Geld, Schulsachen oder Kleidung, ist Vorsicht geboten. Anzeichen können aber auch körperlicher Natur sein: Oft klagen Betroffene über Schlafstörungen oder Kopfschmerzen.

Was tun gegen Mobbing?
Wichtig ist nun: Das Gespräch suchen und zeigen, dass man die Probleme ernst nimmt. In vielen Schulen sind Jugendliche selbst im Einsatz als „Peer Mediatoren“. Sie sollen andere Schüler in schwierigen Situationen und Konflikten begleiten und unterstützen.

Gleichzeitig gilt für Jugendliche: Hilfe suchen und zulassen, denn meist entkommt man den Mobbern nicht allein.

Elisabeth Nachbar
Elisabeth Nachbar
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