Neue Umfrage zeigt:

„Freude mit Flüchtlingen“ war schon einmal größer

Solange die Zuwanderer der Wirtschaft helfen und uns in unserem Alltag in Ruhe lassen, ist alles in Ordnung. So könnte man das Ergebnis des inzwischen dritten Integrations-Radars des Sora-Instituts im Auftrag von Landesrat Rudi Anschober zusammenfassen. Die positive Stimmung kippt jedenfalls.

65 Prozent der Oberösterreicher bezeichnen das Zusammenleben von Einheimischen und Zuwanderern als sehr oder ziemlich gut. Und bei den Auswirkungen werden Wirtschaftswachstum, Arbeitsmarkt, Pensions- und Sozialsystem als die großen Gewinner gesehen - hier stieg die Zustimmung um bis zu zehn Prozentpunkte. Dagegen nahm um neun Punkte auf 37 Prozent die Meinung zu, dass Zuwanderung schlecht für unsere Bräuche und Gewohnheiten seien.

Trend bemerkbar
Ein Meinungs-Trend macht sich deutlich bemerkbar: Jene Gruppe von Oberösterreichern, die positive und zugleich negative Einstellung haben, ist um elf Prozentpunkte geschrumpft und im nahezu gleichen Maß ist jene Gruppe gewachsen, die den Zuwanderern gegenüber negativ eingestellt ist. Sie ist beinahe ein Drittel groß, jene, die Migranten begrüßt, ist mit 38 Prozent aber noch größer.

Integrations-Arbeit weniger geschätzt
Auffällig ist, dass die Angst, dass bei uns ein religiöser Fanatiker einen Terrorakt begeht, stark sank zeitgleich die Wertschätzung der Integrations-Arbeit geringer wurde. So sind nur noch 54 Prozent der Landsleute froh, dass in ihrem Heimatort Flüchtlinge aufgenommen wurden - da waren schon einmal 62 Prozent dieser Meinung!

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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