04.12.2018 13:32 |

In Zug randaliert

Asylwerber stach mit Messer zu: 15 Monate Haft

Ein afghanischer Asylwerber hat am Dienstag am Landesgericht Feldkirch 15 Monate unbedingter Haft ausgefasst. Der Jugendliche hatte einem 44-jährigen Vorarlberger in einem Zug mit einem Klappmesser in den Rücken gestochen. Zudem muss der 18-Jährige dem Opfer 1200 Euro Schmerzensgeld zahlen. Das Urteil ist nicht rechtskräftig.

Der betrunkene afghanische Asylwerber hatte in der Nacht auf den 13. Oktober am Bahnhof Feldkirch kurz vor einem einfahrenden Zug die Gleise überquert, was den Unmut zahlreicher wartender Fahrgäste auf sich zog. Gemeinsam mit den Wartenden stieg der 18-Jährige anschließend in den mittlerweile eingefahrenen Zug ein, sorgte im Waggon allerdings für Tumult, woraufhin Fahrgäste ihn aus dem Zug drängten.

Zwei Menschen mit Messer verletzt
Kurz darauf stieg der Jugendliche wieder ein und fuchtelte wild mit einem Klappmesser herum, das er auch gezielt gegen Menschen schwang. Dabei wurde ein 44-jähriger Mann am Rücken verletzt. Vier Personen hielten den Randalierenden bis zum Eintreffen der Polizei am Bahnsteig fest. Dabei erlitt einer der Männer eine Schnittverletzung an der Hand.

Videos zeigen Attacken
Während der Verhandlung sprach der Angeklagte von Erinnerungslücken infolge seiner Alkoholisierung in der Tatnacht. Gemessen wurden dem Polizeibericht zufolge 1,1 Promille Alkohol im Blut. Der Schöffensenat zeigte sich jedoch gestützt auf Überwachungsvideos überzeugt davon, dass der 18-Jährige die Messerstiche gezielt gesetzt hatte. Er wurde der absichtlichen schweren Körperverletzung schuldig gesprochen. Seinem Opfer, das nach wie vor über Schmerzen durch die vier mal fünf Zentimeter große Stichwunde klagte, wurden 1200 Euro Schmerzensgeld zugesprochen.

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