St. Thomas/Blasenstein

3000 Euro Spenden zur Erhaltung der Pfarrer-Mumie

Die Enträtselung der Mysterien um den luftg’selchten Pfarrer von St. Thomas am Blasenstein fasziniert die Menschen. Damit die Mumie aber auch weiterhin erhalten bleibt, wurden der Pfarre 3000 Spenden-Euro für allfällige Maßnahmen überreicht.

Forscher des Münchner Pathologiesinstitutes haben - wie berichtet - festgestellt, dass der Pfarrvikar von St. Thomas/Blasenstein, Franz Xaver Sydler von Rosenegg, am 2. September 1746 im Alter von 37 Jahren an einem Blutsturz als Folge einer langjährigen Tuberkulose verstorben, sein Körper dann mit Stoffstückchen, Hobelspänen und Astwerk ausgestopft worden war. Damit wurden zu jener Zeit Leichen für Aufbahrung und Transport haltbar gemacht. Auf gleiche Art sind auch drei Mumien, die in der Stiftskirche von Waldhausen aufbewahrt werden, ausgestopft. Zwei von ihnen sind nur teilweise, eine fast vollständig erhalten.

Leiche von Ritter bis heute nicht verwest
Ob auch eine weitere europäische Mumie so präpariert wurde, ist unklar: Die Leiche des Ritters Christian Friedrich von Kahlbutz (1651-1702) in Kampehl im deutschen Brandenburg ist bis heute nicht verwest, ist deshalb Touristenattraktion. Er war im Jahr 1690 des Mordes am Freund seiner Magd angeklagt, leugnete, wurde mangels Zeugen freigesprochen und schwor vor Gericht: „Wenn ich doch der Mörder bin gewesen, dann wolle Gott, soll mein Leichnam nie verwesen“

Johann Haginger/Kronen Zeitung

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