Eigentlich stachen die Fischer des dänischen Kutters "Marie Helen" nur in See, um so wie jeden Tag fette Beute in der Nordsee zu machen. Der dicke Fang gelang tatsächlich, allerdings zappelten im Netz keine Fischschwärme, sondern ein deutsches U-Boot, das an einem NATO-Manöver teilnahm...
Der Vorfall, der stark nach Angler-Latein klingt,aber trotzdem wahr ist, hat sich Montagabend an der dänischenKüste, 37 Kilometer nördlich des beschaulichen StädchensHirthals ereignet. Wie schon oft zuvor stach die Besatzung der"Marie Helen" in See, warf ihre Netze aus und wartete auf einenguten Fang. Doch statt der erhofften Fischschwärme ging denFischern ein deutsches U-Boot ins Netz. Die Seemänner erkanntenden Irrtum erst, nachdem sie das U-Boot an die Oberflächegezogen hatten und dessen Besatzung Funkkontakt aufnahm.
Kutter nur leicht beschädigt Die "Marie Helen" musste in ihren Heimathafen Hirthalszurückkehren, um die entstandenen leichten Schäden inOrdnung zu bringen - mit dem U-Boot im Schlepptau! Es dauertemehrere Stunden, bis es aus seiner Falle befreit werden konnte,sagte ein Sprecher der dänischen Marine.
Ähnlicher Vorfall vor zehn Jahren Das U-Boot ist im Rahmen der NATO-Übung "BlueGame 2004" im Einsatz gewesen. Zusammen mit 70 weiteren Schiffen,U-Booten und Flugzeugen aus 16 Staaten wurde der militärischeErnstfall geprobt. Bereits vor zehn Jahren kam es ebenfalls vorder Küste Dänemarks zu einem ähnlichen Zwischenfall:Auch damals ging drei Fischern ein U-Boot ins Netz, das Fischerbootwurde in die Tiefe gezogen, die Besatzung ertrank...
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