Ex-Freundin als Opfer

„König von Linz“ als brutaler Schläger angeklagt

In seinem Bekanntenkreis nennt man ihn angeblich „König von Linz“. Was ihm die Anklage nun beim Prozess in Linz vorwirft, ist aber ganz unköniglich. Mindestens acht Jahre lang soll der 38-Jährige seine ehemalige Lebensgefährtin immer wieder geschlagen und eine Geliebte zum Sex gezwungen haben. Er leugnet.

Der aus dem Kosovo gebürtige Mann muss sich vor der Linzer Richterin Ursula Eichler wegen fortgesetzter Gewaltausübung, schwerer Nötigung, Freiheitsentziehung, versuchter schwerer Körperverletzung und Menschenhandel verantworten. Er streitet alles ab. Die Frauen hätten aus Eifersucht gegen ihn ausgesagt. Seine Ex-Lebensgefährtin hätte er nur einmal geschlagen, weil sie den gemeinsamen Sohn, sein „Ein und Alles“ bei der Oma gelassen habe und dieser geweint habe.

Job gegen Sex
Bei seinem zweiten Opfer soll er, so die Anklage, ausgenützt haben, dass die Frau keine Arbeitsbewilligung in Österreich gehabt habe. Er soll sie zum Sex gezwungen haben, damit er ihr einen Job als Kellnerin beschafft. In einem „seiner“ Lokale, wie er vor der Polizei aussagte und wie es ihm auch bei der Verhandlung immer wieder herausrutscht. Ein Missverständnis, beeilt er sich zu korrigieren. Er sei immer nur der Türsteher gewesen. Laut Anklage aber habe er in den vergangenen Jahren - inoffiziell, weil er wegen seiner Vorstrafen keine Gewerbeberechtigung bekommen hat - Lokale in Kirchdorf und Linz geführt. Wie er dann zu dem Spitznamen „König von Linz“ gekommen sei, fragte sich nicht nur Staatsanwalt Philip Christl. „Keine Ahnung“, so der Angeklagte.

Vertagt
Um Licht in die Sache zu bringen wurde der Prozess zur Ladung von Zeugen vertagt.

Claudia Tröster, Kronen Zeitung

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