Rad-WM in Tirol

Kapitän Konrad: „Ich hoffe auf perfekten Tag“

Sport-Mix
29.09.2018 14:39

Patrick Konrad trägt am Sonntag beim Höhepunkt der Straßen-WM in Tirol die Hoffnungen des ÖRV und der heimischen Fans. Der 26-Jährige sprach im Vorfeld von „einem der wichtigsten Rennen meiner Karriere“ will nach dem siebenten Gesamtrang im Giro d‘Italia auch bei den Titelkämpfen seine Topform ausspielen. „Ich hoffe auf einen perfekten Tag, dass ich es auf die Straße bringe.“

Träume von Edelmetall - es wäre das erste für den ÖRV in einem Elite-Straßenrennen - habe auch er, sagte Konrad. „Aber man muss die Kirche im Dorf lassen, wir können auch mit einem Top-Ten-Rang zufrieden sein.“ Den hatte bei der vergangenen Heim-WM 2006 in Salzburg Bernhard Eisel als Elfter knapp verpasst, Christian Pfannberger war 2008 Achter.

Den Schlussanstieg zur Höttinger Höll hatte er am Donnerstag nochmals befahren. „Der ist schwerer als gedacht“, meinte der am Sonntag von fünf Teamkollegen unterstützte Niederösterreicher. Diese sollen ihm helfen, auf der 258-km-Strecke mit 4.681 Höhenmetern (neuer, am Samstag verlautbarter Wert) bis zum Finale möglichst gut Kräfte zu sparen.

(Bild: GEPA )

Konrad war im August 2014 zum Vorgängerteam von Bora (NetApp) gewechselt und fährt seither für den Rennstall des Bayern Ralph Denk. Diese Woche hat er den Vertrag wie seine drei Landsleute bis Ende 2020 verlängert. Für Denk ist Konrad einer jener Fahrer, die sich in seinem Team sehr gut entwickelt haben.

Der Bora-Rennstall fährt seit 2017 in der Champions League des Radsports, Konrad hat vom Aufstieg sehr profitiert. „Speziell im vergangenen Jahr habe ich auf der WorldTour viel gelernt“, sagte der starke Bergfahrer. „Bei der ersten Tour de France 2016 habe er sich gedacht, ‘wie soll ich da vorne fahren oder in einer Spitzengruppe kommen‘, erzählte Konrad. “Aber man wird abgebrühter und erarbeitet sich Respekt im Feld. Das ist ein Lernprozess, den erlebe ich jetzt noch immer. Man lernt nie aus.„

Dass Konrad Radsportler und nicht wie sein Vater Wolfgang ein Leichtathlet geworden ist, liegt an einem Radrennen, das er als Jugendlicher in einem Heimatort Ebreichsdorf bestritten hat. Er hatte auch an Hobbyläufen und Lauftrainings teilgenommen. “Aber schließlich habe ich mich dem Radclub angeschlossen und bin dabei geblieben. Das hat Spaß gemacht."

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(Bild: KMM)



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