Freches Verhalten

Direktorin erteilt Schülern Jausenkauf-Verbot

Jausenkauf-Verbot gilt diese Woche für die 214 Schüler der Neuen Mittelschule in Schwanenstadt in Oberösterreich. Am Freitag hatten die Kinder einen Zettel zur Unterschrift nach Hause gebracht, auf dem die Direktorin ein Hausverbot für den nahe gelegenen Supermarkt aussprach. Grund: Beschwerden über freche Kinder in der Mittagspause.

Die ganze Schülerschaft, die teils dreimal pro Woche bis 16 Uhr Schule hat, darf sich keine Jause mehr im Supermarkt kaufen. Wegen ein paar frecher Kinder. „Eine Frechheit", ärgerten sich die Eltern über den Brief, den die Kinder Freitag zur Unterschrift mit nach Hause brachten.

„Ruinieren guten Ruf der Schule“
Hintergrund ist, dass es im nahen Supermarkt laufend Beschwerden über Kinder gab, die zu laut oder frech waren oder in der Feinkostabteilung bestellte Weckerln irgendwo im Geschäft ablegten. „Diese Situation gab es offenbar schon länger, nun spitzte sie sich aber zu, und eine Kundin informierte mich darüber“, sagt Direktorin Erika Fehringer im „Krone“-Gespräch.

Auch die Supermarktmitarbeiter bestätigten ihr das Verhalten von einigen Schülern. „Ich weiß, dass es sich um eine vergleichsweise kleine Zahl an Schülern handelt, aber sie ruinieren uns den guten Ruf der Schule“, erklärte die Direktorin den Kindern den Grund für das einwöchige Jausenkauf-Verbot.

Eltern sollen Jause mitgeben
Die Supermarktbelegschaft ist über die Maßnahme nicht informiert worden. Auch wird es keine Lehrer als Spione geben, ob Kinder das Hausverbot missachten, wenn sie in der Mittagspause den Schulbereich verlassen. Die Eltern werden gebeten, den Kindern, um keinen Hunger aufkommen zu lassen, mehr Jause mitzugeben.

Markus Schütz, Kronen Zeitung

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