Fr, 19. Oktober 2018

Holding und Chef neu:

22.09.2018 09:42

Nächster Umbruch in unserer Spitälerlandschaft

Oberösterreichs Spitälerlandschaft steht vor dem nächsten großen Umbruch, der Zusammenführung des Kepler Universitätsklinikums in Linz und der Landesspitälerholding Gespag unterm Dach einer neuen Gesundheitsholding innerhalb der Landesholding. Mit personellen Folgen…

Dass es dann natürlich nicht ein dreistöckiges Holding-Gebäude (Landesholding, darunter Gesundheitsholding, darunter Gespag-Holding) geben kann, ist klar. Womit die - ohnehin mit Jänner 2020 befristeten - Gespag-Vorstände Karl Lehner und Harald Schöffl fürchten müssen, dass ihre Jobs verschwinden, wenn unter der Gesundheitsholding nur noch die kollegialen Führungen der einzelnen Gespag-Krankenhäuser überbleiben. Auch die Bedeutung der KUK-Geschäftsführer Elgin Drda und Heinz Brock (bzw. seines Nachfolgers, denn er wird am Montag, dem 24. September, 65, wir gratulieren!) wird sinken, wenn über Ihnen eine Gesundheitsholding installiert wird und die Uni-Klinik womöglich ganz unten in eine Reihe mit den Gespag-Häusern kommt.

Franz Harnoncourts Rückkehr?
Doch wer wird dann der neue Mastermind in der neuen Gesundheitsholding des Landes? Da verdichten sich gerade die Gerüchte einer Rückkehr von Franz (Graf von) Harnoncourt in den oberösterreichischen Gesundheitssektor, wo der Chirurg bis Ende 2011  das Krankenhaus der  Elisabethinen geführt hat. Wohnen tut seine Familie in Linz, er selbst arbeitet aber in Köln als Vorsitzender der Geschäftsführung jener Gesellschaft der Malteser, in der unter anderem zehn Krankenhäuser mit 2449 Betten und 4661 Mitarbeitern zusammengefasst sind. Damit ist dieser Bereich etwas kleiner als die Gespag mit ihren 2708 Betten und 5837 Mitarbeitern.

Probleme beim Einkommen
Besonders spießen dürfte es sich noch beim Finanziellen. In Oberösterreich sind die Bezüge bei Landesgesellschaften mit dem des Landeshauptmanns gedeckelt, aktuell sind das 239.000 € brutto im Jahr. Harnoncourt wird in Köln gewiss weit mehr verdienen. Das ist nicht der einzige Fall, weshalb man beim Land offenbar gerade an ein Aus für die zu begrenzende „Vertragsschablonenverordnung“ denkt.

Werner Pöchinger, Kronen Zeitung

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