Fr, 14. Dezember 2018

Nach 72 Jahren im Eis

17.09.2018 18:35

Schweiz: Flugzeugwrack wird von Gletscher geborgen

Knapp 72 Jahre nach der spektakulären Bruchlandung einer US-Militärmaschine auf einem Schweizer Gletscher hat nun die Bergung der Wrackteile begonnen. Der Fall machte 1946 weltweit Schlagzeilen, weil es der Schweizer Luftwaffe seinerzeit gelang, die zwölf Insassen zu retten. „Es war die Geburtsstunde der fliegerischen Bergrettung“, sagte Jürg Nussbaum, der Pressesprecher der Luftwaffe, am Montag.

Die Maschine vom Typ C-53 Skytrooper Dakota war am 19. November 1946 auf dem Weg von Österreich nach Italien. Sie kam bei schlechtem Wetter vom Kurs ab und konnte auf dem Gauligletscher - er liegt Luftlinie etwa 70 Kilometer südöstlich von Bern - auf 3500 Metern Höhe notlanden. Die Maschine war später im Schnee versunken. Erst 2012 kamen die ersten Wrackteile nach einer Schneeschmelze zum Vorschein. Im heurigen Sommer schmolz mehr Schnee und legte weitere Teile frei.

Militärpiloten retteten die Insassen der Maschine
Die zwölf Menschen an Bord überlebten wie durch ein Wunder. Retter konnten sie allerdings tagelang nur mit Hilfspakete aus der Luft versorgen. Schließlich wagten Schweizer Militärpiloten die Landung auf dem Gletscher. Sie schafften es, die zwölf Insassen zu retten und ins Tal zu fliegen.

Trümmerteile sollen ausgestellt werden
Die Luftwaffe wollte nun insgesamt rund zwei Tonnen Trümmerteile ins Tal bringen. Darunter sind ein Motorenblock mit Propeller, Teile vom Flügel und auch Wolldecken. Das Cockpit sei allerdings noch nicht gefunden worden, sagte der Sprecher der Luftwaffe. Die Trümmerteile sollen eines Tages ausgestellt werden.

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