Fr, 21. September 2018

Toter und Verletzte

11.09.2018 12:10

Video zeigt wilde Schießerei bei Verkehrskontrolle

Eine Schießerei zwischen Polizisten und einem Verdächtigten - es sind keine Aufnahmen für schwache Nerven, die am Montag von der Polizei von Los Angeles veröffentlicht worden sind. Das Videomaterial zeigt eine zunächst routinemäßige Verkehrskontrolle, die aber tödlich enden sollte. Während eine Beamtin, die bei dem Einsatz aus nächster Nähe von einer Kugel getroffen wurde, schwer verletzt überlebte, verstarb der Verdächtige - ein 32 Jahre altes amtsbekanntes Bandenmitglied - von mehreren Schüssen getroffen wenig später im Krankenhaus. Das LAPD will mit der Veröffentlichung des „kritischen Vorfalls“ auch darauf aufmerksam machen, wie schnell Beamte in Gefahrensituationen handeln müssen.

Der dramatische Einsatz ereignete sich am 28. Juli um 22.15 Uhr im kalifornischen San Fernando Valley. Die Polizeibeamten, die in dem Video zu sehen sind, wurden nicht identifiziert. Die Kommunikationsabteilung der Polizeibehörde von Los Angeles veröffentlichte die Aufnahmen des als „kritisch“ eingestuften Vorfalls zu Wochenbeginn, um transparent zu dokumentieren, wie es dazu kommen konnte, dass der Routineeinsatz mit tödlichen Schüssen endete.

So beginnt das Video auch damit, dass die Polizeistreife in den Abendstunden einen Pkw zu einer Verkehrskontrolle anhält. Die Beamtin, die sich von der Fahrerseite aus dem Wagen nähert, arbeitet in der Einheit für Bandenkriminalität und kannte den Verdächtigen offenbar, wie aus dem Gesprächsverlauf zwischen den beiden zu schließen ist.

Die Offizierin fordert den Fahrer schließlich auf, aus dem Wagen zu steigen. Der Mann folgt zwar der Aufforderung, zieht dabei aber eine Faustfeuerwaffe, laut Polizei eine Pistole im Kaliber .380, und schießt aus unmittelbarer Nähe auf die Polizistin.

Während die Beamtin von einer Kugel getroffen zu Boden geht, eröffnet ihr Partner, der auf der Beifahrerseite des Autos steht, das Feuer auf den Schützen. Wie die Aufnahmen zeigen, dreht sich der Verdächtige zwar noch mit der Waffe im Anschlag in Richtung des Polizisten, wird aber von diesem zuerst getroffen. Als der Mann zu Boden stürzt, geht der Beamte im Eiltempo hinten um den Wagen herum und gibt einen weiteren Schuss aus seiner Dienstwaffe auf ihn ab, um die Gefahr zu bannen (siehe Video in voller Länge unten).

Die „Los Angeles Times“ berichtete, dass der Mann, der als 32-jähriger Richard Mendoza identifiziert wurde, mehrfach am Kopf und am Torso getroffen wurde und wenig später in einem nahe gelegenen Krankenhaus verstarb. Die Polizistin wurde nach Angaben von LAPD-Chef Michel Moore am Bein getroffen.

„Durch die Gnade Gottes lebt sie“, so Moore. „Offiziere sind in diesen Situationen ängstlich und die Öffentlichkeit erfährt hier (durch das Video), warum.“ „Sobald eine Person dich in dieser Position hat, ist es sehr schwer“, analysierte Moore den Einsatz. „Du kannst die ersten ein oder zwei Schüsse nicht stoppen.“

Auch der pensionierte Sergeant des LAPD, Mike Sayre, sagte gegenüber dem Sender Fox 11, dass das Video ein gutes Beispiel dafür sei, wie schnell Polizeibeamte reagieren müssen. Sayre: „Man muss in der Lage sein, ein Problem zu identifizieren, darauf zu reagieren und es innerhalb von drei Sekunden zu neutralisieren. Das ist schnell.“

Harald Dragan
Harald Dragan

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