05.09.2018 05:30 |

Takt gekürzt

„Geisterbus“: Duell um die Laibach-Linie

Einst wurde der „Laibach Bus“ vom Land mit 348.000 Euro gefördert. Seit April 2017 fährt der Betreiber auf eigene Kosten weiter. Im August wurde der Takt gekürzt. Dennoch bleibe die Linie erhalten, um den Kärntner Markt zu „schützen“, heißt es. Allerdings gibt es Konkurrenz durch Flixbus.

Als „Geisterbus“ erlangte er einst negative Berühmtheit, da der Bus immer wieder schwach besetzt war - während das Land 348.000 Euro beisteuerte. Seit eineinhalb Jahren fährt der Betreiber ohne Subvention. „Wir hatten zuletzt 16.000 Gäste im Jahr“, sagt Geschäftsführer Mirko Zeichen-Picej. Ein Bedarf, der nicht für Gewinne ausreicht. „Wir nehmen etwa 200.000 Euro ein, während der Betrieb rund 300.000 kostet.“

Daher pendelt der Bus jetzt „nur“ noch dreimal täglich zwischen Klagenfurt und Laibach (früher viermal). Aufgeben will man aber nicht. Zeichen-Picej: „Es geht auch darum, den Markt zu schützen. Sonst könnte ein slowenischer Anbieter die Linie übernehmen, der wegen der Lohnkosten billiger fahren kann. Der könnte sich auch Ausflugsfahrten an Schulen holen.“

Konkurrenz gibt es aber bereits: Auch Flixbus fährt jetzt einmal täglich von Klagenfurt nach Laibach (an Wochenenden zweimal) und wirbt mit Preisen ab 6,99 Euro. Allerdings muss man dafür früh aufstehen (unter der Woche ist Start um 5.05 Uhr). Wie viele das Angebot nutzen, gibt die Linie (noch) nicht bekannt.

Christian Rosenzopf
Christian Rosenzopf
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