29.08.2018 07:27 |

Übung für Ernstfall

Aufgriff von neun Illegalen in einem Waldstück

700 Illegale wurden heuer in Kärnten aufgegriffen. Experten gehen davon aus, dass diese Zahl wieder ansteigen wird, weil viele Flüchtlinge noch auf dem Balkan seien. Um auf illegale Grenzübertritte vorbereitet zu sein, übten Polizei und Bundesheer den Aufgriff von Personen in einem Waldstück in Arnoldstein.

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Um einer Festnahme zu entgehen, schlugen sich am Dienstag neun junge Frauen und Männer unterhalb des Dobratsch in die Büsche. Sofort rückten drei Polizeistreifen der PI Thörl-Maglern aus - auch das Bundesheer wurde angefordert. „Es geht darum, das Waldstück Quadratmeter für Quadratmeter zu durchsuchen“, so Chefinspektor Alfred Fina: „Die Aufgegriffenen wurden danach zu einem Sammelplatz gebracht und kontrolliert.“

Ein Szenario, das es in ähnlicher Weise schon gegeben hat. „Vor einer Routinekontrolle auf der Südautobahn waren mehrere Personen aus einem Fahrzeug gesprungen. Sie versuchten zu flüchten.“ In Arnoldstein wurde auch schon beobachtet, wie Illegale von Güterzügen absprangen und sich danach in den Wäldern versteckten. „Wir sind bei unserer Kontrolltätigkeit ja stark von Wahrnehmungen der Bevölkerung abhängig“, so der Chefinspektor, für den die Übung ein Erfolg war. Auch italienische Kollegen hatten sich daran beteiligt.

Experten gehen davon aus, dass die Zahl illegaler Grenzübertritte wieder zunehmen wird. Denn auf dem Balkan warten noch viele Flüchtlinge. „Italien hat seine Grenzkontrollen zu Slowenien schon verstärkt“, weiß Fina: „Deshalb ist es wichtig, den Kontrolldruck zur Prävention aufrechtzuerhalten.“

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