Mi, 19. September 2018

„Wie ein Feuerball“

22.08.2018 18:15

Nach Challenge: Mädchen landet auf Intensivstation

Ein zwölfjähriges Mädchen aus dem US-Bundesstaat Michigan liegt auf der Intensivstation. Insgesamt 49 Prozent seines Körpers sind verbrannt. Beinahe hätte es sein Leben verloren. Das alles nur, weil es - wie viele andere Jugendliche - an einer gefährlichen Mutprobe, die derzeit im Internet herumgeistert, teilnahm.

Mutter Brandi Owens machte gerade ein Nickerchen, als sie von einem lauten Knall geweckt wurde, der aus dem Zimmer der zwölfjährigen Timiyah kam. Dann sei ihre Tochter plötzlich schreiend den Flur entlanggerannt, wie sie gegenüber der „Washington Post“ erzählte. „Sie sah aus wie ein Feuerball und schrie ‚Hilf mir!‘“.

„Ich griff durch das Feuer und riss ihr die Kleider vom Leib“
Brandis Verlobter Marquell reagierte geistesgegenwärtig und zerrte das Mädchen sofort ins Badezimmer. Mutter Brandi versuchte, ihrer Tochter mit bloßen Händen die in Flammen stehenden Kleider vom Leib zu reißen: „Ich habe durch das Feuer gegriffen. Es war wie ein Reflex. Ich habe es nicht gespürt, ich wollte nur meine Tochter retten“, so Brandi.

Dem Paar gelang es schließlich, das Feuer zu löschen - doch der Schaden an Timiyahs Körper war bereits angerichtet. Sie wurde sofort operiert, liegt jetzt auf der Intensivstation.

Gefährliche Challenge im Netz
Mutter Brandi erklärte später, dass ihre Tochter an der „Feuer Challenge“ teilgenommen habe. Dabei gießen sich Jugendliche Alkohol auf den Körper und zünden sich danach selbst an. Ein Video der gemeisterten Challenge stellen sie später ins Netz, wo Tausende andere Jugendliche dazu bewegt werden, ebenfalls daran teilzunehmen.

„Sie müssen diesen Mist löschen. Diese Videos sollten zensiert werden. Das ist nichts, was ein Kind im Netz finden sollte. Ich hätte mein Baby verlieren können“, so die verzweifelte Mutter. Auf Facebook appelliert sie an andere Eltern, dass sie ihren Kindern die Challenges verbieten sollen.

Timiyah erlitt an 49 Prozent ihres Körper Verbrennungen zweiten und dritten Grades. Sie muss derzeit durch eine Sonde ernährt werden. Laut Ärzten stehen ihr in Zukunft noch viele Hauttransplantationen bevor.

 krone.at
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