Do, 18. Oktober 2018

Drei Männer verletzt

08.08.2018 12:08

Drogen-Labor explodiert: Gas-Luft-Gemisch verpufft

Jetzt steht es fest: Die Explosion am Montag in einer Wohnung im niederösterreichischen Loosdorf ist tatsächlich auf einen missglückten Versuch, Drogen herzustellen, zurückzuführen. Der 22-jährige Besitzer der Wohnung und ein Bekannter hatten offenbar Cannabisharz produzieren wollen. Dabei dürfte aus einer Kartusche Butangas ausgetreten und in der Folge das Luft-Gas-Gemisch verpufft sein. Bei der Detonation gab es drei teils schwer Verletzte zu beklagen.

Der 22-Jährige sowie sein 33 Jahre alter Bekannter hatten am Montagnachmittag offenbar mit der Butangas-Kartusche hantiert, so Polizeisprecher Raimund Schwaigerlehner. Gegen 16.30 Uhr kam es zur Explosion, beide Männer erlitten schwere Verbrennungen. Der jüngere Mann wurde mit dem Notarzthubschrauber ins AKH Wien geflogen, der ältere wurde unter Notarzt-Begleitung in das Universitätsklinikum St. Pölten gefahren.

Enormer Sachschaden
In einem Nebenraum hatte zudem ein 26-jähriger Mann geschlafen, der durch umherfliegende Trümmer leichte Verletzungen davontrug. Die Wohnung wurde bei der Explosion stark beschädigt, der Sachschaden ist erheblich.

Im Zuge der Erhebungen konnten die Ermittler in den Räumlichkeiten Cannabiskraut und Suchtmittelutensilien sicherstellen. Die Befürchtungen, dass die durchaus gefährliche Herstellung von Crystal Meth zur Detonation geführt hatte, bestätigten sich nicht. „Die Ermittlungen werden noch fortgeführt“, hieß es. Der 22-Jährige und der 33-Jährige werden u. a. nach dem Suchtmittelgesetz an die Staatsanwaltschaft St. Pölten angezeigt, beim 26-Jährigen werden noch die weiteren Erhebungen abgewartet.

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