22.07.2018 14:59 |

Evakuierungsaktion

Israel rettet Hunderte Weißhelme aus Syrien

Durch eine groß angelegte Rettungsaktion hat Israels Militär Hunderte Weißhelme aus Syrien in Sicherheit gebracht. Angaben des israelischen Armeerundfunks zufolge wurden rund 800 syrische Mitglieder der Hilfsorganisation und ihre Familien nach Israel geholt und anschließend nach Jordanien weitergeleitet. Von dort aus sollen die Menschen nun nach Deutschland, Kanada und Großbritannien gebracht werden.

Die Mitglieder der 2013 gegründeten Hilfsorganisation der syrischen Weißhelme kümmern sich im Kriegsgebiet vor allem um die Bergung von Menschen aus Gebäuden, die durch die Kampfhandlungen zerstört wurden. 3700 Weißhelme sind in Syrien insgesamt im Einsatz. Die Freiwilligen zahlen oft einen hohen Preis - schon mehr als 250 verloren in dem Konflikt ihr Leben. Obwohl sie ihre Neutralität betonen, sehen die syrische Regierung und Russland sie als Unterstützer der Rebellen im ausländischen Sold.

Nun seien sie durch das Vorrücken der Truppen von Machthaber Bashar al-Assad im Süden Syriens bedroht und in unmittelbarer Lebensgefahr gewesen, berichtete der israelische Armeerundfunk weiter. Die Evakuierungsaktion sei auf Bitten der USA und europäischer Staaten erfolgt.

Im Video: Die Busse, mit denen die Weißhelme nach Israel gebracht wurden

„Eine ausnahmsweise erfolgte humanitäre Geste“
Die israelische Armee erklärte, der Militäreinsatz bedeute keine Änderung in der Politik Israels, das eine Aufnahme von syrischen Flüchtlingen ablehnt. „Es handelt sich um eine ausnahmsweise erfolgte humanitäre Geste“, hieß es in der Erklärung. „Israel behält seine Politik der Nichteinmischung in den Konflikt in Syrien bei. Es hält das syrische Regime für alles, was auf syrischem Boden passiert, für verantwortlich.“

Israel bombardierte mehrfach Ziele in Syrien
Seit 1967 hält Israel einen Teil der Golanhöhen an der Grenze zu Syrien besetzt. In der Vergangenheit hat Israel geflüchtete Zivilisten auf dem von Syrien kontrollierten Teil der Golanhöhen mit Medikamenten und Lebensmitteln versorgt. Trotz der erklärten Politik der Nichteinmischung bombardierte die israelische Luftwaffe mehrfach Ziele in Syrien, um nach eigenen Angaben Waffentransporte zu treffen, die für die schiitische Hisbollah-Miliz im Libanon bestimmt gewesen seien, die Israel bekämpft.

Jordanien half „aus humanitären Gründen“
In einer Erklärung des jordanischen Außenministeriums hieß es, Jordanien habe die Aufnahme der Menschen aus „humanitären Gründen“ bewilligt, da ihr Leben in Gefahr gewesen sei. Die Regierung in Amman teilte weiter mit, Deutschland, Großbritannien und Kanada hätten „rechtlich verbindliche“ Zusagen gemacht, die Syrer innerhalb eines bestimmten Zeitraums aufzunehmen.

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