Sa, 15. Dezember 2018

Protest auf Container

16.07.2018 15:30

Trotz Asylberechtigung will Syrer zurück in Heimat

Jener Syrer, der am Montagvormittag drohte, von einem Container vor dem Parlament in Wien zu springen, ist, wie sich nun herausgestellt hat, asylberechtigt. Dennoch will der 26-Jährige zurück in seine Heimat Syrien und soll sich bei diesem Wunsch von der österreichischen Regierung im Stich gelassen gefühlt haben. Durch die waghalsige Aktion versuchte er offenbar, seine Heimreise zu erzwingen.

Der Mann war gegen 9.45 Uhr auf den Glascontainer an der Ringstraße gestiegen, der als Infopoint für die laufende Parlamentssanierung eingerichtet wurde. Er wolle nach Syrien zurück, lautete seine Forderung. Laut Angaben der Botschaft habe der Mann bisher aber keinen entsprechenden Antrag gestellt, sagte Polizeisprecher Daniel Fürst.

Das Innenministerium betonte, dass ein Asylberechtigter kein Heimreisezertifikat benötigt. „Aber ein gültiges Reisedokument, dafür ist die jeweilige Botschaft zuständig“, sagte der Sprecher des Innenministeriums, Alexander Marakovits.

Großeinsatz vor Parlament
Es folgte ein Großeinsatz von Polizei, Rettung und Feuerwehr. Ein Verhandlungsteam der Exekutive nahm Gespräche mit dem Syrer auf, auch ein Dolmetscher wurde eingesetzt. Von Beginn an zeigte sich der 26-Jährige gesprächsbereit.

Der unmittelbare Bereich vor dem Parlament wurde für Passanten gesperrt. Die Ringstraße war bereits ab der Operngasse nach der Staatsoper für den Verkehr blockiert und bis nach dem Parlament nicht befahrbar. Davon betroffen waren auch mehrere Straßenbahnlinien, die kurzgeführt bzw. teilweise umgeleitet wurden. Die Sanierungsarbeiten am Parlament liefen unterdessen ungestört weiter, auch die Baukräne waren während der Verhandlungen in Betrieb.

Freunde überredeten Syrer zur Aufgabe
Auch Freunde des Syrers wurden hinzugezogen. Zwei junge Frauen und ein Mann konnten ihn schließlich zur Aufgabe überreden. Um 13.20 Uhr kletterte er vom Containerdach und wurde von seinen Freunden in die Arme genommen. Die Polizei führte ihn zur weiteren Amtshandlung ab, er soll anschließend nach dem Unterbringungsgesetz in ein Spital gebracht werden, sagte Fürst.

Unmittelbar danach zogen sich die Einsatzkräfte zurück. Gegen 13.30 Uhr wurde die Ringstraße wieder für den Verkehr freigegeben.

 krone.at
krone.at
Aktuelle Schlagzeilen
Spanische Siege
Barca-Verfolger Real und Atletico siegen knapp
Fußball International
Deutsche Bundesliga
2:1 gegen Werder! Dortmund ist Herbstmeister
Fußball International
Drama um Gentner
Vater von Stuttgart-Kapitän im Stadion gestorben
Fußball International
Bei Partizan-Spiel
Linienrichter mit etwa 100 Schneebällen beworfen!
Fußball International
Trotz SVM-Aufbäumens
Mattersburg-K.-o.! LASK bleibt zu Hause eine Macht
Fußball National
„War folgenschwer“
Unheimlich! Gisin schrieb vor Sturz von Kitz-Crash
Wintersport
18. Bundesliga-Runde
Sturm gewinnt gegen die Admira mit 3:0
Fußball National
Weltfußballer
Modric: „Das war nicht fair von Messi und Ronaldo“
Fußball International
Premier League
Tottenham siegt dank spätem Eriksen-Treffer
Fußball International
Brüggler & Angerer top
Rodeln: Zwei Doppelsitzer-Führende nach erstem Tag
Wintersport
Auch Treichl im Top 10
Maier und Beierl Weltcup-Sechste in Winterberg
Wintersport
Gregoritsch trifft
Hammer-Alaba und die Bayern sind zurück!
Fußball International
„Alle ins Boot“
Hasenhüttl „besticht“ Southampton-Fans mit Bier
Fußball International

Newsletter

Melden Sie sich hier mit Ihrer E-Mail-Adresse an, um täglich den "Krone"-Newsletter zu erhalten.