Di, 20. November 2018

Deal durchgewunken

09.07.2018 10:28

Wettbewerbsbehörde sagt Ja zu Kika/Leiner-Verkauf

Die Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) hat den Kauf der Möbelkette Kika/Leiner durch die Signa-Gruppe des Tiroler Immobilieninvestors Rene Benko durchgewunken. „Der Zusammenschluss führt zu keinen wettbewerbsrechtlichen Bedenken“, erklärte am Montag BWB-Chef Theodor Thanner. Aufgrund der Dringlichkeit habe man den Zusammenschluss vor Fristablauf freigegeben.

Der BWB-Chef bewertet den Deal aus Wettbewerbssicht insgesamt positiv. Es sei damit verhindert worden, dass Kika und Leiner vom Möbeleinzelhandelsmarkt verschwinden und die Produktauswahl für die Konsumenten gesunken wäre.

Signa lässt sich Deal über 600 Millionen Euro kosten
Rechnet man den Kaufpreis von 490 Millionen Euro für die Immobilien und einen Sanierungsbeitrag von über 100 Millionen Euro zusammen, so lässt sich Benkos Signa den Deal über 600 Millionen Euro kosten. Kika/Leiner wurde durch den Bilanzskandal der ehemaligen Konzernmutter Steinhoff, die auf einem Schuldenberg von rund 10,7 Milliarden Euro sitzt - in den letzten Monaten immer tiefer in die Krise gerissen.

Kurz vor Jahresende geriet dann auch die Österreich-Tochter Kika/Leiner in die Bredouille: Steinhoff drehte den Geldhahn zu. Um die Löhne zu zahlen, wurde der Leiner-Flagshipstore auf der Wiener Mariahilfer Straße in einer Notaktion um kolportierte 50 bis 70 Millionen Euro an den Immobilienmilliardär Benko verkauft. Mitte Juni verkaufte der südafrikanische Einzelhandelskonzern Steinhoff in einer Notaktion seine Tochter Kika/Leiner an Signa.

Die Kika/Leiner-Eigentümerfamilie Koch hatte die Möbelkette im Jahr 2003 Berichten zufolge um mehr als 500 Millionen Euro an Steinhoff verkauft. Der Konzern hat rund 130.000 Mitarbeiter in mehr als 30 Ländern. Im vergangenen Geschäftsjahr erzielte Kika/Leiner nach eigenen Angaben eine schwarze Null, der Umsatz in Österreich lag bei etwa 800 Millionen Euro. Im osteuropäischen Raum wurden Erlöse in Höhe von 200 Millionen Euro verbucht.

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