Sa, 18. August 2018

„Alles nur erfunden“

19.05.2018 23:28

Nun auch Luc Besson wegen Vergewaltigung angezeigt

Am Rande der Filmfestspiele von Cannes sind nun auch gegen den französischen Regisseur Luc Besson Vorwürfe der Vergewaltigung publik geworden. Es gibt eine entsprechende Anzeige gegen den „Leon - Der Profi“-Regisseur, der allerdings bestreitet, dass er der Frau jemals zu nahe gekommen sei. „Es ist alles erfunden“, so sein Anwalt.

Eine Schauspielerin habe gegen den 59-Jährigen Anzeige in einem Pariser Kommissariat erstattet, hieß es am Samstag vonseiten der Justiz und von Ermittlern. Der Fall werde untersucht.

Besson bestreitet die Vorwürfe. Sein Anwalt Thierry Marembert teilte der Nachrichtenagentur AFP mit: „Luc Besson widerspricht den völlig frei erfundenen Vorwürfen.“ Der Regisseur kenne die Identität der Schauspielerin, habe sich jedoch niemals unangemessen ihr gegenüber verhalten.

Luc Besson wurde international unter anderem mit Filmen wie „Im Rausch der Tiefe“ von 1988 und „Leon - Der Profi“ von 1994 bekannt. Für seine Regiearbeiten wurde er mehrfach ausgezeichnet.

Vorwürfe zum Abschluss des Festivals von Cannes bekannt geworden
Die Vorwürfe wurden zum Abschluss des internationalen Filmfestivals in Cannes publik. Es steht im Zeichen der #MeToo-Debatte um sexuelle Gewalt gegen Frauen. Der frühere Hollywood-Produzent Harvey Weinstein soll zahlreiche Schauspielerinnen vergewaltigt oder sexuell belästigt haben. Auch die diesjährige Jury-Vorsitzende, die australische Oscarpreisträgerin Cate Blanchett, hat Weinstein belastet.

Die Goldene Palme des Filmfestivals Cannes ging heuer an das berührende Familiendrama „Shoplifters“ des Japaners Kore-Eda Hirokazu. Der 55-Jährige erzählt in dem Werk von einer aus Außenseitern zusammengewürfelten Familie, die am Rande der Gesellschaft lebt. Der japanische Filmemacher hatte 2013 bereits den Jurypreis für sein ebenfalls sehr einfühlsames Drama „Like Father, Like Son“ in Cannes gewonnen. Zuletzt ging die Palme 1997 nach Japan: für „The Eel“ von Shohei Imamura.

Der Große Preis der Jury, die zweitwichtigste Auszeichnung des Festivals, ging in diesem Jahr an den US-Amerikaner Spike Lee. Seine gefeierte Satire „BlacKkKlansman“ basiert auf der wahren Geschichte eines schwarzen Polizisten, der sich in den 70erJahren in den rassistischen Ku-Klux-Klan einschmuggelte.

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