Do, 18. Oktober 2018

Disco überfüllt

28.04.2018 14:15

Wien: Polizeieinsatz bei Gigi-D‘Agostino-Auftritt

Tumultartige Szenen haben sich in der Nacht auf Samstag vor dem Lokal Bollwerk in Wien abgespielt, als der italienische Star-DJ Gigi D‘Agostino in der Diskothek einen lautstarken Auftritt hinlegte. Das Lokal war bereits heillos überfüllt, als nächtens noch rund 200 weitere Fans Einlass in die Disco begehrten. Die Stimmung heizte sich immer weiter auf und drohte schließlich zu eskalieren. Etwa 20 Polizisten waren nötig, um die Situation zu beruhigen und die Gemüter zu kühlen.

Gegen 0.30 Uhr wurden die Beamten zum Bollwerk in der Wagramer Straße gerufen. „Die Stimmung war total aufgeheizt“, berichtete Polizeisprecher Harald Sörös.

Vier Funkwagenbesetzungen sowie zwei Gruppen der Bereitschaftseinheit waren nötig, um die Lage entschärfen. Der Einsatz dauerte etwa zwei Stunden. Mehrere Gäste gingen aufeinander los, schließlich setzte es zwei Anzeigen wegen Körperverletzung und zahlreiche weitere wegen Verwaltungsübertretungen, beispielsweise Anstandsverletzungen.

Auf der Facebook-Seite des Bollwerk äußerten User massiven Unmut über den Ablauf der Veranstaltung. „Wir sind bis zum Schluss nicht reingekommen, weil es zu voll war. Obwohl wir sogar Tickets im Vorverkauf organisiert haben. Wo kann man sein Geld zurückfordern?“, fragte sich etwa einer der Fans auf Facebook. „Bodenlose Frechheit hier! Zahlt man € 20,- Eintritt und dann kommt man nicht einmal so weit, dass man die Musik von ihm hört ... Vielleicht sollte man überlegen, die Besucheranzahl einzuschränken!!!!“, ärgerte sich eine weitere Userin.

Nicht Eingelassene mit Tickets erhalten Geld zurück
Samstagmittag meldete sich der Klub selbst in einem Statement zu Wort: Selbstverständlich würden all jene Gäste, die bereits Vorverkaufstickets hatten und nicht hineingelassen wurden, ihr Geld zurückbekommen, hieß es darin. Die Betreiber bestritten außerdem, „mehr Leute als erlaubt in den Club gelassen“ zu haben. Vielmehr sei man „weiter unter unserer zulässigen Höchstgrenze“ gelegen.

Warum es zu den Problemen gekommen sei, dafür gab es seitens der Betreiber ebenfalls eine Erklärung: Alle Gäste hätten nur in jenen Bereich gewollt, in dem der DJ aufgetreten war. „Unser Soul Club z.B. war fast leer“, hieß es in dem Statement. „Tatsache ist, dass rund 200 Personen vor der Tür standen und nicht mehr reingelassen wurden“, so Polizeisprecher Sörös.

„Werden Lehren daraus ziehen“
Auf die Situation am Freitagabend „waren wir nicht vorbereitet, und dafür übernehmen wir die Verantwortung“, hieß es seitens der Betreiber weiter. „Auf jeden Fall werden wir unsere Lehren daraus ziehen“. Am 30. November würde es eine weitere Show mit Gigi D‘Agostino geben, „diese werden wir entweder streng limitieren, oder in eine andere Location wechseln“.

 krone.at
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