Mo, 16. Juli 2018

„Ein guter Zeitpunkt“

12.04.2018 14:45

Wiener SPÖ: Auch Mailath-Pokorny tritt zurück

Was die „Krone“ bereits am Mittwochabend angekündigt hat, ist seit Donnerstagmittag offiziell: Wiens Stadtrat für Kultur, Wissenschaft und Sport, Andreas Mailath-Pokorny (SPÖ), tritt am 24. Mai zurück und wird der nächsten Stadtregierung unter dem zukünftigen SPÖ-Bürgermeister Michael Ludwig nicht mehr angehören. „Alle wesentlichen Projekte und Vorhaben sind erledigt oder auf Schiene. Das ist ein guter Zeitpunkt, die Verantwortung zu übergeben. Nach 17 Jahren wird es Zeit für eine neue Handschrift“, sagte Mailath-Pokorny am Donnerstag.

Der Rückzug erfolge „in bestem Einvernehmen mit Bürgermeister Häupl und Landesparteivorsitzenden Ludwig“. Der 58-Jährige freut sich, „dazu beigetragen zu haben, dass Wien in den vergangenen eineinhalb Jahrzehnten weltoffener und lebenswerter geworden ist: Etwa mit der Etablierung des Museumsquartiers und seinen Einrichtungen, dem Theater an der Wien als Opernhaus, dem freien Museumseintritt für Jugendliche, zahlreichen Maßnahmen der Erinnerungskultur, der kulturellen Belebung öffentlicher Plätze mit neuen Festivals, usw.“.

Mailath-Pokorny wünscht Nachfolgern alles Gute
Mailath-Pokorny, der zuletzt mit der Finanzierung des Wien-Museums für Schlagzeilen gesorgt hatte, wünscht „den zukünftig politisch Verantwortlichen alles Gute“. Er werde sich auch in Zukunft für seine Heimatstadt engagieren. „In unmittelbarer Zukunft werde ich verstärkt meine Aufgabe als Präsident des BSA (Bund Sozialdemokratischer Akademikerinnen) wahrnehmen“, so der Wiener.

Von Franz Vranitzky in die Politik geholt
Geboren wurde Paul Andreas Mailath-Pokorny am 15. November 1959 in Wien. Statt Paul machte er jedoch Andreas zum Rufnamen. Nach der Matura 1998 studierte er Jus und Politologie an der Universität Wien. Das Jus-Doktorat machte er 1983, das Studium der Politikwissenschaft schloss er 1986 ab. Dazwischen besuchte er 1984 und 1985 die Johns Hopkins University in Bologna und erwarb ein Diplom in „International Relations“. Nach Jobs beim ORF, in Brüssel und im diplomatischen Dienst trat er 1988 in das Kabinett des damaligen Bundeskanzlers Franz Vranitzky ein und ist seither in der Politik tätig.

Häupls Team zerbröckelt
Mit Mailath-Pokorny geht nun schon der zweite Politiker aus dem Team von Noch-Bürgermeister Michael Häupl. Erst am 4. April gab Gesundheitsstadträtin Sandra Frauenberger ihren Rücktritt bekannt - sie stürzte über eine Reihe von Skandalen, etwa den Energetik-Voodoo-Hokuspokus im Krankenhaus Nord. Ludwig muss nun jedenfalls neue Chefs für das Gesundheitsressort von Frauenberger, das Kulturressort und das Wohnbauressort, das er derzeit noch selbst führt, suchen.

Wohl auch kein Platz für Brauner im Ludwigs Team
Die neue Stadtregierung wird am 24. Mai angelobt, bereits am 14. Mai wird Ludwig sein neues Team vorstellen. Auch Finanzstadträtin Renate Brauner wird diesem wohl nicht angehören.

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