Do, 21. März 2019
27.10.2009 13:27

"Helmut-Zilk-Platz"

Altbürgermeister wird Platz vor der Albertina gewidmet

Der Platz bei der Wiener Albertina wird nach dem im Vorjahr verstorbenen Altbürgermeister Helmut Zilk benannt. Das gaben Bürgermeister Michael Häupl und Kulturstadtrat Andreas Mailath-Pokorny (beide SP) am Dienstag bekannt. Auf dem Areal befindet sich das von Zilk initiierte "Mahnmal gegen Krieg und Faschismus" von Alfred Hrdlicka.

Zilk war am 24. Oktober 2008 verstorben. Der prominente SPÖ-Politiker war zehn Jahre lang, von 1984 bis 1994, Stadtoberhaupt. Auch seine Witwe Dagmar Koller hatte sich zuletzt dafür ausgesprochen, den Platz bei der Albertina nach Zilk zu benennen.

Bevor das Areal den Namen von Helmut Zilk tragen wird, werden noch die offiziellen Beschlüsse im Rathaus gefasst. So muss etwa der Gemeinderat die Benennung absegnen. Der künftige Zilk-Platz wird von der Augustinerstraße, dem Albertinaplatz, der Tegetthoffstraße und der Führichgasse begrenzt. Kulturstadtrat Mailath-Pokorny betonte, dass Witwe Dagmar Koller in die Gesprächen im Vorfeld der Entscheidung eingebunden war.

"Ich bin überzeugt, das ist ein würdiger Platz"
Wann die offizielle Platzbenennung über die Bühne gehen wird, ist noch offen. Eine Tafel wird dort dann jedenfalls auf Leben und Wirken des einstigen Wiener Stadtoberhaupts hinweisen. Attraktiviert wird auch die kleine Grünfläche hinter dem Mahnmal.

"Ich bin überzeugt, das ist ein würdiger Platz", betonte der Ressortchef. Der Ort zeige, wie Helmut Zilk die Stadt geprägt habe. Die Entstehung für das dortige Hrdlicka-Mahnmal, sei maßgeblich Zilk zu verdanken. Denn der Errichtung der Gedenkstätte war eine heftige öffentliche Diskussion vorausgegangen. Vor allem der Standort war umstritten. So galt etwa der Morzinplatz ebenfalls als möglicher Kandidat.

"Mahnmal gegen Krieg und Faschismus"
Es war letztendlich der damalige Bürgermeister Zilk, der die Diskussion beendete und eine Entscheidung für den Platz vor der Albertina fällte. Das "Mahnmal gegen Krieg und Faschismus" wurde am 21. Juni 1991 der Öffentlichkeit übergeben. Es besteht aus mehreren Teilen - und in einigen Bereichen aus empfindlichem Marmor, der heuer aufwendig saniert wurde. Künftig, so betonte Mailath-Pokorny, könnten auch Abgüsse angebracht und die Originalteile ins Museum gebracht werden. Das sei mit dem Künstler abgesprochen.

Eine der markantesten Stimmen der österreichischen Sozialdemokratie ist am 24. Oktober 2008 für immer verstummt: Wiens Altbürgermeister Helmut Zilk erlag an diesem Tag 81-jährig einem Herzversagen. Er hinterließ Musicalstar Dagmar Koller als Witwe, mit der er seit 1978 in dritter Ehe verheiratet gewesen war. Um 7.20 Uhr hatte Zilks Herz aufgehört zu schlagen - das Ende eines langen Lebens, das am 9. Juni 1927 im Arbeiterbezirk Favoriten begonnen hatte.

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